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Wölfin paart sich mit Hund – Welpen in Bayern müssen geschossen werden

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Von: Tanja Kipke

Paart sich ein Wolf mit einem Hund entstehen Wolfshund-Welpen. Diese müssen laut Gesetz geschossen werden.
Paart sich ein Wolf mit einem Hund entstehen Wolfshund-Welpen. Diese müssen laut Gesetz geschossen werden. © Oliver Dietze/dpa/Archivbild

In Unterfranken leben offenbar Wolfshund-Welpen. Das Gesetz verlangt, dass diese Hybride abgeschossen werden – zum Schutz der Wolfspopulation.

Rhön-Grabfeld – Immer wieder werden Wölfe in Bayern gesichtet. Jetzt streunen offenbar Wolfshund-Welpen durch Unterfranken. Bei der Untersuchung dreier toter Schafe im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld haben die Behörden an den Kadavern Genspuren einer standorttreuen Wölfin und ihrer Jungen festgestellt, berichtet merkur.de.

Den Erkenntnissen nach handele es sich bei den Welpen um Wolfshunde, weil sich die Wölfin im Frühjahr 2022 mit einem Haushund aus Thüringen verpaart habe, teilte das Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg am Donnerstag mit. Im August waren die fünf Jungen in eine thüringische Fotofalle getappt. Der Wolfshund-Nachwuchs – sogenannte Hybriden – muss laut Bundesnaturschutzgesetz geschossen werden.

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Durch die Vermischung von Hund und Wolf komme es zu genetischen Veränderungen, sagte ein LfU-Sprecher. Das könne zu einer Verschlechterung des Genpools führen. Der Wolf ist optimal an ein selbstständiges Leben in der freien Natur angepasst, der Hund dagegen nicht. Die Art Wolf könne langfristig nur überleben, in dem sie ihr Anpassungsvermögen an die natürliche Umwelt nicht verliert. Das LfU werde nun Schritte für die Entnahme einleiten. Durchführen dürften diese ausschließlich vom LfU beauftragte Menschen. In Thüringen war laut LfU bereits im Sommer ein Entnahmeverfahren eingeleitet worden.

Eine Entnahme kann dabei grundsätzlich Fang oder Abschuss bedeuten. „Allerdings ist für Tiere, die wie im vorliegenden Fall älter als drei Monate sind, die letale Entnahme, das heißt der Abschuss vorgesehen“, erklärt das Thüringer Ministerium für Umwelt das Verfahren genauer. In Freiheit geborene Tiere würden sich nicht an eine dauerhafte Unterbringung in einem Gehege gewöhnen können und in Gefangenschaft daher unnötig leiden.

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Ein Taxifahrer auf der Bundesstraße 307 in Oberbayern sah vor wenigen Wochen ein größeres Tier auf der nebligen Fahrbahn zwischen Aurach und Neuhaus. Ein Wolf, ist der Mann überzeugt.

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Bei einer ebenfalls im Landkreis Rhön-Grabfeld gerissenen Ziege seien ein Wolf und ein Wolfshund als Angreifer ausgeschlossen worden, hieß es vom LfU. Das Tier sei einer DNA-Analyse zufolge eindeutig von einem Hund getötet worden. Die Behörde rät Hundehaltern, ihre Tiere in der Nähe von Weiden anzuleinen und Nutztierhalten in Wolfsgebieten, ihre Herden abzusichern. Hierfür können bei den jeweiligen Landwirtschaftsämtern Fördermittel beantragt werden. (tkip/dpa)

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