Arian (6) weiter vermisst – Polizei überrascht in der Nacht mit neuer Methode

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Von: Teresa Toth

Der sechsjährige Arian aus Bremervörde ist verschwunden. Die Polizei sucht mit ungewöhnlichen Methoden, um die Aufmerksamkeit des autistischen Jungen zu erregen.

Update vom 26. April 2024: Die Ermittler kommen auf immer neue Ideen, um den sechsjährigen Arian aus Bremervörde doch noch zu finden. In Nacht Nummer vier, also der Nacht zum Freitag, wurden nun im Suchgebiet Kinderlieder gespielt und sogenannte Skybeamer verwendet. Da der Junge autistisch ist und nicht auf Ansprache reagiert, wurden bereits zuvor Lockmittel, wie Luftballons genutzt, um dessen Aufmerksamkeit zu erregen. Bei den Skybeamern handelt es sich laut Polizeiangaben um Scheinwerfer, die einen Lichtkegel in den Himmel projizieren. Diese sollten die Einsatzkräfte bei der Suche unterstützen. Für die Retter ist es ein Wettlauf gegen die Zeit: Arian hat bereits am Montagabend (22. April) sein Wohngebiet verlassen und ist Richtung Wald gelaufen. Er ist nur leicht bekleidet und hat keine Jacke bei sich.

Könnte sich Arian in eine warme Mülltonne gelegt haben? Auch das schließen die Ermittler nicht aus und sagten zur Sicherheit die Müllabfuhr im Ortsteil Bremervörde-Elm am Freitagmorgen ab. Suchtrupps liefen bereits am Donnerstag durch den Ort, öffneten jede Mülltonne, Garagen und Gullydeckel. Einwohner sind angehalten, selbst auf ihren Grundstücken nach dem vermissten Jungen zu sehen.

Suche nach Sechsjährigem mit Lichtkegeln
Bei der Suche werden nun auch Kinderlieder gespielt und sogenannte Skybeamer eingesetzt. © Jonas Walzberg/dpa

Erstmeldung vom 25. April 2024: Bremervörde – Seit Montagabend (22. April) gilt der sechsjährige Arian als vermisst. Einsatzkräfte suchen seitdem mit einem Großaufgebot nach dem Jungen aus Bremervörde in Niedersachsen. Hunderte Helfer und Freiwillige sind im Einsatz. Neben gewöhnlichen Suchmethoden werden aufgrund von Arians Autismus auch unkonventionelle Mittel eingesetzt.

Einsatzkräfte zündeten ein Feuerwerk an, um Arians Aufmerksamkeit zu bekommen

In der Nacht zum Donnerstag (25. April) ließen die Helfer Raketen steigen – Arian hat eine Vorliebe für Feuerwerke, wie ein Polizeisprecher erläuterte. Es ist notwendig, die Aufmerksamkeit des Jungen mit solchen Mitteln zu wecken, da er aufgrund seiner autistischen Erkrankung nicht auf Ansprache reagiert. Die Helfer gehen davon aus, dass er sich nicht bemerkbar machen wird, wenn er Menschen in seiner Nähe wahrnimmt.

Mittel, die die Einsatzkräfte bislang bei der Suche nach Arian eingesetzt haben:

  • Feuerwerk
  • Süßigkeiten
  • Luftballons
  • Wildkameras
  • Drohnen
  • Hubschrauber
  • Tornado-Flugzeug
  • Polizeitaucher
  • Sonarboot
  • Spürhunde

In einem Waldgebiet, das an Arians Zuhause angrenzt, hängten die Helfer auf Wunsch der Eltern Luftballons und Süßigkeiten auf. „Die haben es dem Jungen angetan“, so ein Polizeisprecher. Wildkameras wurden ebenfalls im Wald installiert, um Arian zu finden. Diese Kameras erfassen mithilfe eines Infrarot-Sensors Bewegungen, die sich von der Umgebungstemperatur abheben. Kreiszeitung.de berichtete am Mittwochabend (24. April) zuerst darüber. Es ist möglich, dass sich der Junge irgendwo versteckt hält.

Die Polizei hatte Fußspuren entdeckt, die vom vermissten Arian stammen könnten

Im Rahmen der Suchaktion wurden zudem Drohnen, ein Hubschrauber und ein Tornado-Flugzeug eingesetzt, das Luftaufnahmen mit einer Wärmebildkamera machte. Polizeitaucher durchsuchten am Mittwoch den nahegelegenen Fluss Oste. Ein Sonarboot war ebenfalls im Einsatz, um das Gewässer nach einem festgelegten Muster zu durchsuchen. Die Polizei hatte Fußspuren entdeckt, die zum Fluss führten. Polizeihunde haben die Spur bereits aufgenommen.

Arian wurde zuletzt um 19.30 Uhr in seinem Zuhause am Ohfeldring in Elm gesehen. Am Mittwoch gab die Polizei bekannt, dass er am Montag gegen 19.15 Uhr von einer privaten Überwachungskamera gefilmt wurde. „Mit den Aufnahmen haben sich alle Angaben der Familie betätigt“, so der Polizeisprecher. Arian wurde dabei gefilmt, wie er alleine durch sein Wohngebiet ging und zügig Richtung Wald lief.

Der vermisste Arian ist nur leicht bekleidet, weshalb die Situation laut Polizei ernst ist

Arian hat dunkelblonde Haare und trägt einen orangefarbenen, langen Pullover, eine schwarze Jogginghose mit Drachenmuster und Socken. Die Polizei bezeichnete die Situation aufgrund der niedrigen Temperaturen und Arians leichter Kleidung als sehr ernst. „Der Junge dürfte entkräftet sein, ihm dürfte kalt sein, und er hat nichts gegessen und getrunken“, so ein Sprecher der Polizei.

Im Fall des kleinen Émile geriet jetzt der Großvater ins Visier der Ermittler. Zum Verschwinden von Rebecca Reusch enthüllte eine Freundin der Familie kürzlich Details über eine Familienfeier. (tt/dpa/afp)

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