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Benzinpreise: Tanken in Belgien, Niederlande oder Luxemburg – lohnt sich das?

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Von: Benjamin Stroka

In Deutschland gilt seit 1. Juni der Tankrabatt. Vielerorts ist Sprit aber weiterhin teuer. Lohnt sich ein Blick über die Grenze? So teuer sind Benzin und Diesel in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden.

Düsseldorf – Viele Autofahrer schauen seit Monaten immer wieder geschockt auf die Preistafeln von Tankstellen. Die Preise für Benzin und Diesel waren in Deutschland seit März immer wieder über die 2-Euro-Marke gestiegen. Und haben damit die Portemonnaies der Autofahrer stark belastet. Zum 1. Juni startete der Tankrabatt. Die Preise für Benzin sollten um rund 30 Cent pro Liter sinken, die Preise für Diesel um rund 14 Cent pro Liter.

Tank-Rabatt endet zum 31. August

Am 31. August endet der Tank-Rabatt in Deutschland. Danach steigen die Steuern für Benzin und Diesel wieder an. 24RHEIN berichtet in einem neuen Artikel über mögliche Auswirkungen auf den Preis und die aktuellsten Vergleiche zu den Spritpreisen in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg.

Tanken so teuer wie nie: Preise in Deutschland, Niederlande, Belgien und Luxemburg im Vergleich

Wie ist aktuell die Lage in NRW*? Lohnt sich hier der schnelle Weg über die Grenze, um in den Niederlanden, Belgien oder, mit einem Abstecher über Rheinland-Pfalz, Luxemburg vollzutanken? Die durchschnittlichen Spritpreise der einzelnen Länder im Überblick:

LandPreis für SuperbenzinPreis für DieselStand der Daten
Deutschland1,843 Euro (E10)1,989 Euro6. Juli 2022
Niederlande2,390 Euro2,246 Euro11. Juli 2022
Belgien2,01 Euro2,11 Euro11. Juli 2022
Luxemburg1,799 Euro1,846 Euro9. Juli 2022

Hinweis: Es handelt sich dabei um die durchschnittlich angegebenen Spritpreise für das jeweilige Land. An einzelnen Tankstellen kann es zum Teil erhebliche Unterschiede geben.

Spritpreise: Wie teuer sind Benzin und Diesel in den Niederlanden?

Die Niederlande sind das beliebteste Ziel für Kurztrips ins Ausland aus NRW. Besonders die grenznahen Regionen, wie das Outlet in Roermond* oder die ebenfalls zum Shopping beliebte Stadt Venlo*, ziehen wöchentlich Reisende aus NRW an. Am 1. April haben die Niederlande eine Spritpreis-Senkung durchgesetzt*. Die Abgaben auf Sprit sind damit um 21 Prozent gesunken. Damit wurden Benzin um etwa 17 Cent und Diesel um etwa 11 Cent günstiger. Aber: Weil die Preise in den Niederlanden im Vergleich zu Deutschland zuvor noch deutlich höher waren und der Tankrabatt in Deutschland für eine Senkung der Spritpreise sorgt, lohnt sich „Tanktourismus“ im Nachbarland nicht. Benzin und Diesel sind aktuell im Durchschnitt weiterhin deutlich teurer.

Das niederländische Verbraucherportal United Consumers gibt als aktuelle Durchschnittspreise für Superbenzin (Euro 95) 2,390 Euro und für Diesel 2,246 Euro (Stand: 11. Juli 2022) an.

Tanken: Wie teuer sind Benzin und Diesel in Belgien?

Vor allem aus der Region um Aachen* bieten sich auch Kurzreisen nach Belgien an. Die belgische Metropole Lüttich ist beispielsweise in weniger als einer Stunde zu erreichen. In Belgien sind die Spritpreise zuletzt aber auch deutlich gestiegen. Benzin und Diesel sind aktuell im Durchschnitt teurer, als in Deutschland.

Der ADAC gibt für Superbenzin als Durchschnittspreis aktuell 2,01 Euro und für Diesel 2,11 Euro (Stand: 11. Juli 2022) an.

Tanken in Luxemburg: Was kosten Diesel und Benzin?

Aus dem Süden von NRW sind es über Rheinland-Pfalz nur knapp 100 Kilometer bis nach Luxemburg. Als reine „Tanktourismus“-Strecke für den ein oder anderen vielleicht etwas weit, vor allem weil die Spritpreise im Großherzogtum in den vergangenen Monaten ebenfalls deutlich gestiegen sind. Superbenzin war zuletzt im Durchschnitt nur noch ein paar Cent günstiger, als in Deutschland. Beim Diesel ist der Preis auch gestiegen, er liegt aber noch etwas deutlicher unter dem deutschen Durchschnittspreis.

Der Autmobil-Club Luxemburg gibt als aktuellen Durchschnittswert für den 9. Juli 2022 bei Superbenzin einen Preis von 1,799Euro und bei Diesel 1,846 Euro an.

Wie setzt sich der Spritpreis in Deutschland zusammen?

Ein Teil des Spritpreises sind Steuern und Abgaben. Dazu gehören die Energie- bzw. Mineralölsteuer sowie die Mehrwertsteuer. Der Preis für Rohstoffe, Kosten für Raffinerie sowie Transport und Vertrieb bilden den restlichen Preis. Auch die Gewinne der beteiligten Unternehmen spielen in die Preisgestaltung mit rein.

Grundsätzlich gilt: Wer unterwegs eine günstige Tankstelle entdeckt und auch den Reservekanister befüllen will, muss einige Regeln beachten, berichtet wa.de*.

(bs) *24RHEIN und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Hinweis: Dieser Text wurde am 9. Juli mit aktuellen Preisen aktualisiert. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

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