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Laschet will Schwimmunterricht an den Schulen in NRW verstärken

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chüler schwimmen zum Start der Aktionswoche „Bayern schwimmt“ durch ein Schwimmbecken.
Schüler in NRW sollen nun verstärkt Schwimm-Unterricht erhalten. (Symbolbild) © Sina Schuldt/dpa

Wegen Corona konnte zeitweise kein Schwimmunterricht stattfinden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet will die Defizite an den Schulen nun aufholen.

Köln (dpa/lnw) - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will den Schwimmunterricht an den Schulen verstärken, um den in der Corona-Zeit entstandenen Stau in der Schwimm-Ausbildung aufzulösen.

NRW: Armin Laschet will Schwimmunterricht an Schulen verstärken – Defizite wegen Corona

„Viele Kinder und Jugendliche haben wegen der Pandemie eine wichtige Zeit in ihrem Leben verloren. Ihnen zu helfen das auszugleichen wird jetzt zu einem Schwerpunkt unserer Politik“, sagte Laschet dem Kölner Stadt-Anzeiger. „Die Defizite beim Schwimmen wollen wir auch durch mehr Schwimmunterricht an den Schulen aufholen.“ Gleichzeitig solle auch das ehrenamtliche Engagement von Schwimmlehrern in Vereinen mehr unterstützt werden.

NRW: Schüler brauchen mehr Schwimmunterricht – zahlreiche Badeunfälle bei Kindern und Jugendlichen

Dass Kinder und Jugendliche beim Schwimmen erprobter werden, ist auch im Hinblick auf die vergangenen Badeunfälle in der Region dringend notwendig. So ging zuletzt ein 6-jähriges Kind beim Baden im Fühlinger See unter. Ein Notarzt startete noch vor Ort Rettungsmaßnahmen, anschließend wurde es in ein Krankenhaus gebracht, berichtete die Feuerwehr Köln.

In einem Freibad im Kreis Gürtersloh wurden Einsatzkräfte unterdessen zu zwei Badeunfällen berufen. Im ersten Fall hatte ein Schwimmmeister einen elfjährigen Jungen aus dem Wasser gerettet. Dieser wollte mit seinem Onkel und seinem Bruder schwimmen gehen, obwohl er nach Angaben der Polizei noch kein guter Schwimmer war. Im zweiten Fall hatten Eltern ihren achtjährigen Sohn beim Baden für wenige Minuten nicht mehr im Blick, der währenddessen von einem Sprungbrett ins Wasser hüpfte. Ein Badegast half dem in Not geratenen Jungen aus dem Wasser. 

Tragisch endete vor allem ein Badeausflug in Duisburg. Eine 17-Jährige war dort im Juni im Rhein untergegangen und verstarb trotz Wiederbelebungsversuchen. Zudem galten zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren als vermisst, die ebenfalls im Rhein gebadet haben sollen. Ihre Leichen wurden ein paar Tage später in den Niederlanden angespült. Immer wieder kommt es wegen der starken Strömungen und der hohen Wellen von Frachtschiffen im Rhein zu tödlichen Badeunfällen, auch bei erfahrenen Schwimmern. Die Polizei Duisburg warnte deshalb eindringlich vor Gefahren. (nb mit dpa/lnw)

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