1. 24RHEIN
  2. Welt
  3. Politik

Fehlender Urheber: Armin Laschet gesteht Patzer in seinem Buch ein

Erstellt: Aktualisiert:

Armin Laschet
Armin Laschet hat in einem Buch von 2009 mindestens eine Quelle nicht angegeben. (Archivbild) © Marcel Kusch/dpa

Nach einem Plagiatsvorwurf hat Armin Laschet einen Fehler in seinem Buch eingeräumt. Er hatte mindestens einen Urhehber nicht angegeben. Nun wird es geprüft.

Köln – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Fehler in seinem Buch „Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance» aus dem Jahr 2009 eingeräumt und sich dafür entschuldigt. „Mindestens ein Urheber des im Buch verwendeten Materials wird weder im Fließtext noch im Quellenverzeichnis genannt“, sagte Laschet am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Um zu klären, ob es weitere Fehler gibt, werde ich unverzüglich die Prüfung des Buchs veranlassen.“

Armin Laschet
FunktionMinisterpräsident NRW, Vorsitzender CDU und Kanzlerkandidat Union
Geboren18. Februar 1961 (Alter 60 Jahre)
Größe1,72 Meter
EhepartnerinSusanne Laschet (verh. 1985)
AusbildungUni München und Uni Bonn
KinderJohannes Laschet, Eva Laschet und Julius Laschet

Armin Laschet vergisst Urheber: Kanzlerkandidat entschuldigt sich – Plagiatsvowurf zuvor auf Twitter

Es gebe in dem Buch offenkundig Fehler, die er verantworte, erklärte Laschet. „Dafür möchte ich ausdrücklich um Entschuldigung bitten, denn sorgfältiges Arbeiten beim Verfassen von Werken und die Achtung des Urheberrechts sind für mich auch eine Frage des Respekts vor anderen Autoren.“

Zuvor war auf Twitter ein Hinweis auf mögliche Parallelen zwischen einer Passage aus Laschets Buch und einer anderen Veröffentlichung publik gemacht worden. In dem Buch forderte der heutige Unions-Kanzlerkandidat eine „dritte deutsche Einheit“: Nach der Eingliederung der Vertriebenen und der Wiedervereinigung stehe jetzt die Integration der Zuwanderer an.

Armin Laschet vergisst Urheber: Buch 2009 als Integrationsminister verfasst

Er habe das Werk in seiner damaligen Funktion als nordrhein-westfälischer Integrationsminister verfasst, sagte Laschet. „Es ist ein Debattenbeitrag und er diente dazu, die Arbeit des ersten Integrationsministeriums Deutschlands darzustellen und für eine neue Integrationspolitik bundesweit zu werben. Dementsprechend wurde für das Buch auch auf Ausarbeitungen des Ministeriums Rückgriff genommen“. Dies gehe aus dem Literaturverzeichnis und der Danksagung hervor.

Der Reinerlös des Buchs sei an das Integrationsprojekt „Coach e.V.“ gespendet worden, das eng mit der Arbeit des Ministeriums verbunden gewesen sei, was seit 2009 bekannt sei.

Erst Anfang der Woche musste sich Laschet scharfe Kritik anhören. Aufgrund einer falschen Aussage zum Kohleausstieg warfen ihm Umweltverbände vor entweder falsch informiert zu sein oder gat zu lügen. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant