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Laschet: „Flut-Katastrophe von historischem Ausmaß“

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Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Bundesvorsitzender, spricht in der Landespressekonferenz im Landtag.
Unwetter in NRW: Ministerpräsident Armin Laschet dankte allen Rettungskräften für ihren Einsatz. © Rolf Vennenbernd/dpa

Unwetter in Nordrhein-Westfalen haben Flut und Hochwasser verursacht. Ministerpräsident Laschet spricht von „historischem Ausmaß“.

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die dramatischen Unwetterfolgen als „Flut-Katastrophe von historischem Ausmaß“ bezeichnet. Mindestens 43 Menschen hätten in NRW ihr Leben verloren, sagte er am Freitag nach einer Sondersitzung des Landeskabinetts in Düsseldorf.

Unwetter NWR: Laschet über „Flut-Katastrophe von historischem Ausmaß“

Es stehe zu befürchten, dass die Opferzahlen weiter steigen werden. Besonders dramatisch sei die Situation in Erftstadt. „Die Fluten haben vielen Menschen buchstäblich den Boden unter den Füßen weggezogen.“ Laschet dankte allen Rettungskräften für ihren Einsatz.

Flut-Katastrophe in NRW: Innenminister Reul mit Apell

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat eindringlich an die Bevölkerung appelliert, von Hochwasser-Tourismus abzusehen. „Es ist keine Zeit für Besichtigungen jetzt“, sagte er am Freitag in Düsseldorf. „Bitte zu Hause bleiben und die Helfer nicht stören.“ Er könne zwar verstehen, dass Menschen wissen wollten, wie es in überschwemmten Teilen ihrer Stadt aussieht. „Aber das kann man ja alles noch später machen. Wir brauchen jetzt einfach Platz und Zeit und Raum.“

Das Ausmaß der Verwüstung sei derzeit noch nicht zu ermitteln, sagte Reul (CDU) nach der Sondersitzung des Landeskabinetts in Düsseldorf. „Die Lage ist sehr unübersichtlich“, sagte Reul. Inzwischen seien schon 25 Städte und Kreise in NRW besonders vom Hochwasser betroffen. 19.000 Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen hätten bereits 30.000 Einsätze bewältigt, die Polizei weitere 3200. „Die Lage ist weiterhin enorm schwierig und enorm gefährlich“, sagte Reul. Er appellierte an die Bürger, zuhause zu bleiben und die Helfer nicht zu stören. „Jetzt ist keine Zeit für Besichtigungen.“ (dpa)

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