1. 24RHEIN
  2. Welt
  3. Politik

Angebot für Boosterimpfungen in NRW: Laumann sieht Fortschritte

Erstellt:

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sieht Fortschritte bei Impfangeboten (Archivbild). © Federico Gambarini/dpa

In NRW können 600.000 Menschen pro Woche bei Hausärzten geimpft werden, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Kleinere Angebote sollen auf 250.000 kommen.

Düsseldorf/Münster – NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht Fortschritte beim Angebot von Auffrischungsimpfungen gegen die Corona-Pandemie. „Wir sind damit ziemlich weit. Wir haben eine klare Vereinbarung mit der kassenärztlichen Vereinigung, dass die Kapazitäten im Regelsystem – das sind die niedergelassenen Ärzte – so aufgebaut werden, dass die Woche sich rund 600.000 Menschen impfen können“, sagte Laumann am Donnerstag im WDR.

Zusätzlich müssten die kleineren dezentralen Impfangebote in den Kommunen so angelegt werden, dass sie wöchentlich 250.000 Menschen impfen könnten. „Dann schaffen wir auch, jede Woche die zu impfen, wo die Zweitimpfung sechs Monate her ist“, sagte Laumann. Die Kosten für die kommunalen Impfzentren würden komplett von Land und Bund übernommen. Das gelte auch für Impfbusangebote der örtlichen Gesundheitsämter.

Boosterimpfungen NRW: Hausärzte erwarten Ansturm

Zuvor hatte der Chef des NRW-Hausärzteverbandes, Oliver Funken, in der Düsseldorfer Rheinischen Post die Erwartungen der Impfwilligen gedämpft. „Natürlich wird es jetzt erneut einen Ansturm geben“, sagte Funken in dem Interview. Teilweise seien in Praxen schon bis Februar keine Impftermine mehr zu bekommen. „Da die Impfstoff-Mengen in den Praxen erst im Juni/Juli ausreichend zur Verfügung standen, sind die meisten Termine für die Booster-Impfung auch erst von Januar bis März 2022. Darauf bereiten wir uns in den Praxen vor“, so Funken.

Boosterimpfungen: Laumann will keine Priorisierung

Eine erneute Priorisierung der Impfwilligen wie zu Beginn bei den Erstimpfungen lehnte Laumann ab. „Ich persönlich bin nicht dafür, dass wir eine Priorisierung machen“, sagte der NRW-Minister. Stattdessen sollte der Zeitabstand von sechs Monaten nach der letzten Impfung eingehalten werden. „Dann verteilt sich das ja automatisch so wie wir damals geimpft haben.“ Bei der Sechs-Monats-Richtzeit komme es natürlich nicht auf einen Tag an. Auch wenn Menschen etwas eher kämen, sollten sie nicht abgewiesen werden. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant