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Bundestagswahl 2021: „Allzeit-Rekordhoch“ für Briefwahl

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Musterbögen der Stimmzettel zur Kommunalwahl liegen auf einem Tisch.
Immer mehr Leute wählen in NRW per Briefwahl (Symbolbild) © Sina Schuldt/dpa

Vier von zehn Wählerinnen und Wählern geben ihre Stimme per Briefwahl ab. So hoch war der Anteil in NRW noch nie. Bochum spricht sogar vom „Allzeit-Rekordhoch“.

Düsseldorf – Eine Woche vor der Bundestagswahl haben bereits Tausende Menschen in Nordrhein-Westfalen Briefwahl beantragt. Mehrere Städte berichten über Rekordwerte bei der Zahl der Briefwahlanträge, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Die Stadt Bochum sprach von einem „Allzeit-Rekordhoch“. Mehr als 100.000 Menschen beantragten dort demnach Briefwahl – das entspricht mehr als 37 Prozent aller Wahlberechtigten in der Stadt.

Bundestagswahl 2021: „Allzeit-Rekordhoch“ für Briefwahl – Überblick

Bundestagswahl 2021: Briefwahl in Münster, Düsseldorf und Dortmund

In Münster stellten sogar rund 42 Prozent aller Wahlberechtigten einen Antrag auf Briefwahl, wie eine Sprecherin mitteilte. Das entspreche etwa 98.000 Menschen. Auch in Düsseldorf und Aachen knackten die Briefwähler die 40-Prozent-Marke. In der Landeshauptstadt wollen rund 170.000 Menschen ihre Stimme per Brief abgeben.

Nur leicht niedriger liegt die Quote in Bielefeld und Dortmund. Bis Freitagvormittag reichten etwa 39 Prozent aller Wahlberechtigten in Bielefeld den entsprechenden Antrag ein, wie eine Sprecherin mitteilte. In Dortmund waren es 37 Prozent und damit etwa 151.400 Menschen. Zum Vergleich: Zur Bundestagswahl 2017 waren es zum gleichen Zeitpunkt etwa 60.400 Anträge weniger gewesen. In Essen beabsichtigte rund eine Woche vor der Wahl ein Drittel aller Wahlberechtigten, die Stimme per Brief abzugeben.

Bundestagswahl 2021: Wahl am 26. September

Allzu lange sollten die Briefwähler nicht mehr mit ihrer Entscheidung warten: Spätestens drei Werktage vor der Wahl sollten die Unterlagen abgeschickt werden, wie der Bundeswahlleiter auf seiner Homepage informiert. Wer zu spät dran ist, kann die Wahlscheine aber auch selbst bei der zuständigen Stelle abgeben.

Für diejenigen, die noch nicht wissen, wer ihre Stimme erhalten soll, gibt es am Sonntag, 19. September, ein weiteres TV-Triell. Das dritte und finale Kanzler-Triell wird auf ProSieben, Sat.1 und Kabeleins ausgestrahlt. Moderiert wird es von Claudia von Brauchitsch und Linda Zervakis. Moderatorin von Brauitsch sorgte bereits für Diskussionen. Der Vorwurf: Claudia von Brauitsch sei zu CDU-nah.(dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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