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Bundestagswahl in NRW: Die spannendsten Ergebnisse im Überblick

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Der Reichstag in Berlin, Sitz des Bundestags.
In NRW erhielten die sonstigen Parteien bei der Bundestagswahl 2021 so viel Stimmen wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. © Achille Abboud/Imago

Die Bundestagswahl 2021 hat auch in NRW für Wechsel bei den Abgeordneten oder einige knappe Duelle gesorgt. Das sind die interessantesten Zahlen und Fakten im Westen.

Düsseldorf – Mehr Abgeordnete, ein besonders knappes Wahlkreisergebnis und viele Stimmen für die Kleinen: Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 in Nordrhein-Westfalen.

Bundestagswahl in NRW: Direktmandats-Ergebnis in Bonn besonders knapp

Besonders spannend war die Auszählung in Bonn. Am Ende gewann die Grünen-Kandidatin Katrin Uhlig das Direktmandat mit 216 Stimmen Vorsprung vor Juso-Chefin Jessica Rosenthal. Beide hatten jeweils mehr als 46.000 Stimmen bekommen. Rosenthal schaffte es über die SPD-Landesliste in den Bundestag. CDU-Kandidat Christoph Jansen lag mit knapp 45.000 Stimmen nicht weit entfernt.

Bundestagswahl in NRW: Höchste Wahlbeteiligung in Köln – niedrigste in Duisburg

Nirgendwo in NRW war die Wahlbeteiligung so hoch wie in der südlichen Kölner Innenstadt. 84,5 Prozent der Wahlberechtigten gaben im Wahlkreis Köln II ihre Stimme ab. Das Mandat gewann Sven Lehmann von den Grünen. Die niedrigste Wahlbeteiligung verzeichnete der Wahlkreis Duisburg II mit 63,3 Prozent. Dort gewann Mahmut Özdemir (SPD). In ganz NRW betrug die Wahlbeteiligung 76,4 Prozent. Das ist etwas weniger als der gesamtdeutsche Wert von 76,6 Prozent.

Bundestagswahl in NRW: Frauenanteil der Abgeordneten steigt leicht an

Unter den insgesamt 155 Abgeordneten aus NRW sind 49 Frauen. Der Frauenanteil steigt damit im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 von 26,8 Prozent auf 31,6 Prozent. Die Grünen haben mit 57,1 Prozent den höchsten Frauenanteil, 16 von 28 Abgeordneten sind weiblich. Zu den zwölf AfD-Abgeordneten aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland gehört wie schon vor vier Jahren keine Frau.

Bei der SPD eroberten Frauen 18 der 49 Mandate. Das entspricht einem Anteil von 36,7 Prozent. Bei der CDU sind 9 der 41 Abgeordneten Frauen (22,0 Prozent), bei der FDP 3 von 19 Abgeordneten (15,8 Prozent). Jeweils drei Frauen und Männer ziehen von der Linken aus NRW in den Bundestag ein.

Bundestagswahl in NRW: Dort liegen die Hochburgen der größten Parteien

Ihren höchsten Zweitstimmenanteil konnte die SPD mit 38,2 Prozent im Wahlkreis Herne-Bochum II erzielen. Die CDU war in Borken II am stärksten, wo sie 36,6 Prozent holte. Die Grünen erzielten im Wahlkreis Köln II mit 31,9 Prozent ihr bestes Zweitstimmenergebnis. Die FDP hatte in Düsseldorf I mit 15,9 Prozent ihren stärksten Wahlkreis. Die AfD kam in Gelsenkirchen mit 12,8 Prozent auf ihr bestes Ergebnis. Die Linke schnitt in Wahlkreis Köln III mit 6,4 Prozent am besten ab.

Bundestagswahl in NRW: Sonstige Parteien mit höchstem Stimmenanteil seit fast 70 Jahren

Die sonstigen Parteien kamen auf 6,5 Prozent der Zweitstimmen. Das ist der höchste Wert seit den 1950er Jahren. Die meisten Stimmen erhielt die Tierschutzpartei mit 1,4 Prozent nach 0,8 Prozent vor vier Jahren. Die oft mit satirischen Mitteln arbeitende Partei „Die Partei“ kam auf 1,1 Prozent. Die Freien Wähler verbesserten sich von 0,3 auf 0,7 Prozent. Insgesamt traten in NRW 20 Kleinparteien sowie mehrere unabhängige Kandidaten und Einzelbewerber an. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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