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CDU-Parteiausschuss für Max Otte? Vorstand geht auf die Barrikaden 

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Max Otte bei der ARD-Sendung „Anne Will“.
CDU-Politiker Max Otte soll von seiner Partei ausgeschlossen werden (Archivbild) © Wolfgang Borrs/dpa

Der CDU-Politiker Max Otte soll aus seiner Partei ausgeschlossen werden. Grund dafür ist seine geplante Kandidatur für das Bundespräsidentenamt auf Vorschlag der AfD.

Berlin – Die CDU will den Chef der erzkonservativen Werte-Union, Max Otte, wegen seiner geplanten Kandidatur für das Bundespräsidentenamt auf Vorschlag der AfD aus der Partei ausschließen. Der Bundesvorstand entschied am Dienstag (25. Januar) nach Angaben aus Teilnehmerkreisen einstimmig, ein entsprechendes Verfahren einzuleiten.

CDU-Parteiausschuss für Max Otte denkbar –  wegen Kandidatur für Bundespräsidentenamt 

Chancen, wirklich Bundespräsident zu werden, hat er nicht – aber mit seiner Kandidatur auf einem AfD-Ticket hat der CDU-Politiker Max Otte die Führung seiner Partei auf die Barrikaden und seinen Ausschluss aus der Partei gebracht. Otte habe mit der Kandidatur auf Vorschlag der AfD auch gegen Parteitagsbeschlüsse verstoßen. Das teilt die dpa mit und bezieht sich dabei auf Teilnehmerkreise.

Zu der entsprechenden Sondersitzung des Bundesvorstands waren auch der Kreisvorsitzende des Kreisverbands Köln und der nordrhein-westfälische CDU-Landesverband zugeschaltet. Der 57-jährige Otte hatte zuvor einen Austritt aus der CDU abgelehnt.

CDU-Parteiausschuss für Max Otte? Vorstand geht auf die Barrikaden 

Der noch amtierende CDU-Chef Armin Laschet und sein Nachfolger Friedrich Merz hatten sich für die rasche Einleitung eines Parteiausschlussverfahrens gegen Otte ausgesprochen. „Es gibt einen sehr harten und klaren Schnitt“, sagte Merz nach Teilnehmerangaben in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Otte habe sich schon lange weit von der Union entfernt. „Wir werden ihm heute Abend zeigen, dass wir sehr schnell und sehr eindeutig handeln“, sagte Merz. Laschet wurde aus Teilnehmerkreisen mit den Worten zitiert: „Dieser Otte und auch die Werte-Union ist uns jahrelang auf der Nase herumgetanzt.“ Jeder wisse, wie schwer ein Ausschlussverfahren sei. „Jetzt ist eine Schwelle überschritten.“

Die Reaktionen von CDU-Größen auf Ottes Kandidatur waren einhellig. Laschet schrieb bei Twitter: „Von der AfD als Präsidentschaftskandidat nominiert zu werden, ist keine Ehre, sondern eine Schande.“ Wer dies als Christdemokrat überhaupt erwäge, schädige das Ansehen der Union, verletze ihre Werte und habe in der CDU nichts verloren. „Das, was ich von Herrn Otte wahrnehme, hat nichts mit der CDU zu tun“, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst der „Rheinischen Post“. „Er hat bei uns nichts verloren.“ Nach Angaben aus Ottes Kölner Kreisverband wurde die Einleitung eines Ausschlussverfahrens in Absprache mit dem nordrhein-westfälischen Landesverband und der Bundespartei bereits vereinbart.

Otte trat am Dienstagnachmittag gemeinsam mit AfD-Chef und Co-Fraktionschef Tino Chrupalla und Co-Fraktionschefin Alice Weidel im Bundestag vor die Kameras. „Ich sehe es nicht als Provokation an. Es ist mir ernst“, sagte er zu seiner Kandidatur. Er wolle Gräben zuschütten. „Wenn man vorgeschlagen wird für das höchste Staatsamt, was über den Parteien steht, ist das in meinen Augen keine Zusammenarbeit. Es ist eine individuelle Entscheidung, ob ich diesen Vorschlag annehme oder nicht“, sagte Otte. (jw mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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