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Quarantäne-Regeln in NRW: Auch Kita-Eltern wollen Lockerungen – Test statt Isolation?

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Kinder suchen im Kindergarten Spielzeug aus einer Kiste.
Immer mehr Kita-Kinder müssen in NRW in eine 14-tägige Quarantäne. © Carsten Rehder/dpa

In NRW kommt zunehmend Kritik an den Quarantäne-Regeln für Kinder und Jugendliche auf. Ein Kita-Verband will nun Milderungen. Die Isolation sei schlimmer als Corona.

Düsseldorf – Eltern von Kita-Kindern fordern vom Bund und von der NRW-Landesregierung eine Änderung der Quarantäne-Regeln in Kindergärten. „14 Tage Quarantäne für alle Kontaktpersonen sind nicht verhältnismäßig“, kritisierte der Landeselternbeirat (LEB) der Kindertageseinrichtungen in NRW am Dienstag. Es müsse geprüft werden, ob im Infektionsfall nicht auch mildere Mittel, wie Tests anstatt Quarantänen in Frage kämen.

Was ist ist der Landeselternbeirat NRW?

Der Landeselternbeirat NRW (LEB) ist die gesetzlich geregelte Vertretung aller Kita-Eltern in Nordrhein-Westfalen. Er ist überparteilich und unabhängig, seine Mitglieder sind ausnahmslos ehrenamtlich tätig.

So setzt sich der LEB beispielsweise für Themen wie Inklusion, Beitragsfreiheit, Bildungs- und Betreuungsqualität, Bewegung, Ernährung, Kibiz-Reform und vieles mehr in unterschiedlichsten Gremien, Ausschüssen und durch eigene Aktionen ein. Auch bearbeitet der LEB konkrete Anfragen von Eltern oder unterstützt bei Konfliktsituationen wie zum Beispiel Streik oder Differenzen zwischen Eltern und Kita.

Quelle: Website des LEB

Quarantäne in NRW: Strenge Regeln für Kitas, trotz wenig schweren Fällen – auch Kritik an Schulen

Das neue Kita-Jahr habe vor gerade einmal vier Wochen begonnen. In der Zeit hätten bereits unzählige Kinder aus Kindertageseinrichtungen und Tagespflegen für 14 Tage in Quarantäne gehen müssen. Viele Eltern beklagten, dass die Quarantäneregeln unverhältnismäßig seien, erklärte der LEB.

Die aktuelle Corona-Betreuungsverordnung sehe sowohl für Fachkräfte als auch für Eltern eine 3G-Regelung vor. Das heißt, sie müssen geimpft, genesen oder getestet sein, wenn sie Kitas betreten. Kinder selbst seien von Infektionen kaum schwer betroffen, so der Landeselternbeirat. Dagegen seien die Folgen von sozialer Isolation und mangelnder Teilhabe bereits verheerend.

Auch für Schülerinnen und Schüler hatten Verbände und viele Eltern bereits eine Abmilderung der 14-Tage-Quarantäne-Regelung gefordert. In Köln ist derzeit sogar ein Modellprojekt in Planung, bei dem nur noch Corona-positive Schüler in Quarantäne geschickt werden sollen. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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