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„Unerlässlich“ – Hendrik Wüst ist für eine allgemeine Corona-Impfpflicht

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Hendrik Wüst
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst strebt eine Impfquote über 90 Prozent an. (Symbolbild) © Bernd von Jutrczenka/dpa

NRW-Ministerpräsident und MPK-Vorsitzender Hendrik Wüst sieht eine allgemeine Corona-Impfpflicht als „unerlässlich“ an. Grund ist das Impfquoten-Ziel von über 90 Prozent.

Berlin/Düsseldorf – In Deutschland wird im Kampf gegen die Corona-Pandemie derzeit viel über die allgemeine Impfpflicht diskutiert. Immer mehr Politikerinnen und Politiker sprechen sich dafür aus. Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst glaubt nun, dass man nicht um diese herumkommen wird.

Eine „Dauerschleife“ von Lockerungen und Lockdowns müsse vermieden werden, sagte Wüst am Mittwochabend in einem vorab aufgezeichneten Interview der ARD-“Tagesthemen“. „Da müssen wir raus. Deswegen ist die Impfpflicht unerlässlich.“

Corona in NRW: Wüst will Impfquote über 90 Prozent – allgemeine Impfpflicht dafür nötig

Wüst, der derzeit auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, sprach von einer sehr erfolgreichen Impfkampagne. Mit Blick auf die Quote der Geimpften fügte er jedoch hinzu: „Wir kämpfen natürlich nicht um 75, 80 Prozent. Wir brauchen 90, 95 Prozent und am besten mehr.“

Ziel sei, nun auch Menschen zu überzeugen, die sich bislang nicht angesprochen fühlten. „Ich glaube schon, dass wir mit guten Argumenten auch in diesen Wochen immer noch Menschen erreichen.“ Das Problem seien aber die letzten zehn Prozent. Für die werde man an einer Impfpflicht nicht vorbeikommen, „und wir brauchen sie zügig“. Die Bundesregierung müsse jetzt Tempo machen, forderte der CDU-Politiker.

Corona-Impfungen: 70 Prozent in Deutschland vollständig immunisiert – ein Drittel geboostert

Nach den am Mittwochmorgen veröffentlichten Zahlen des Impf-Dashboards des Gesundheitsministeriums haben mindestens 58,7 Millionen Menschen bisher zwei Impfungen oder die Einmal-Impfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 70,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 28,1 Millionen Menschen (33,8 Prozent) bekamen zusätzlich eine Spritze zur Auffrischung.(dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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