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NRW: Ungeimpfte ausgeschlossen – welche Corona-Regeln jetzt gelten

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Ein Schild mit der Aufschrift «2G Regel - Eintritt nur für: Geimpfte oder Genesene» steht in der Innenstadt vor einer Bar.
In NRW sollen noch in dieser Woche die Corona-Regeln deutlich verschärft werden (Symbolbild). © Peter Kneffel/dpa

In NRW werden in dieser Woche die Corona-Regeln verschärft. Vielerorts gilt dann 2G. Gesundheitsminister Laumann spricht dazu am Dienstag vor der Presse.

Zusammenfassung von 13:49 Uhr: Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf die meisten geplanten Corona-Regeln für NRW bestätigt. Die neue Corona-Schutzverordnung tritt am Mittwoch (24. November) in Kraft. Dann werden Ungeimpfte laut Laumann außerhalb der Arbeit und der Geschäfte „weitestgehend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen“. Es gilt dann eine 2G-Regel für den kompletten Freizeitbereich, unter anderem also in der Gastronomie, bei Sportveranstaltungen und im Sport allgemein (auch für Amateursportler selbst), bei Kulturveranstaltungen (Theater, Konzerte oder Kino) oder auch bei Weihnachtsmärkten.

Corona in NRW: 2G-plus in Clubs und 3G am Arbeitsplatz

In einigen speziellen Bereichen mit hohem Infektionsrisiko gilt ab Mittwoch sogar 2G-plus. „Für Tanzveranstaltungen, Bars, Discotheken und natürlich auch für Karnevalsveranstaltungen“, so der Minister. Zudem tritt eine 3G-Regel für den Arbeitsplatz in Kraft. „Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss täglich vor Arbeitsbeginn einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen. Das muss täglich kontrolliert werden. 3G gilt auch für Beerdigungen und standesamtliche Trauungen und bei Friseuren“, erklärt Laumann. Zuvor war man bei Friseuren und anderen körpernahen Dienstleistungen ebenfalls von einer 2G-Regel ausgegangen. Das passiert nun aber nicht.

Für etwas Verwirrung sorgte bei der PK, dass nicht über die 3G-Regel in Bus und Bahn gesprochen wurde. Laumann klärte das am Ende aber auf, indem er betonte, dass diese Regel vom Bund vorgeschrieben ist und entsprechend gelte, auch wenn sie nicht explizit in der Corona-Schutzverordnung in NRW stehe

Der Gesundheitsminister appellierte nochmal an alle Ungeimpften und stimmt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zu, der eine Diskussion über eine mögliche Impfpflicht, auch über den Ethikrat, forderte. Laumann verteidigte zudem, dass es im Schulunterricht keine Maskenpflicht mehr gibt. In den Innenstädten könnte diese aber wieder kommen. „Wenn Kommunen das wollen, dann machen wir das“, sagte Laumann. Die Schulen sollen zudem im Präsenzunterricht bleiben.

13:32 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

13:26 Uhr: Laumann spricht sich gegen eine Maskenpflicht im Schulunterricht aus. Die 2G-Regel im Sport gilt auch für Amateursportler.

13:25 Uhr: Laumann übers Impfen: „Ich habe nach den ganzen Debatten um Impf-Priorisierungen nicht für möglich gehalten, dass wir Bundesländer haben werden, wo sich die Hälfte der Menschen nicht impfen lassen. Wir können uns in NRW mit unserer Durchimpfung sehen lassen.“

Corona NRW: Laumann will Diskussion über mögliche Impfpflicht

13:21 Uhr: Laumann über eine mögliche Impfpflicht: „Ich habe immer gesagt: Wir machen keine Impfpflicht. Aber es ist auch eine Debatte, die weitergeht. Es gibt immer mehr geimpfte Menschen, die nicht akzeptieren wollen, dass wir wegen den Ungeimpften nicht aus der aktuellen Situation kommen. Heute haben wir eine erheblich breitere Diskussion über eine Impfpflicht. Diese Diskussion müssen wir führen, nicht ewig, um sich vor der Entscheidung zu drücken, aber ausführlich. Aber ich kann nicht beurteilen, welche rechtlichen Möglichkeiten es überhaupt gibt, um das gerichtsfest zu machen. Klar ist für mich: Wenn wir die Pandemie wegen der Ungeimpften nicht in den Griff bekommen, kann man nicht ausschließen, dass wir im nächsten Winter wieder das erleben, was wir jetzt diesen Winter erleben.“

13:20 Uhr: Die höhere Impfquote im Vergleich zu den östlichen und südlichen Bundesländern ist laut Laumann der Grund für die in NRW niedrigere Inzidenz.

Laumann: „Karneval war kein Pandemietreiber“

13:18 Uhr: Laumann mögliche Maskenpflicht in Innenstädten: „Wenn Kommunen das wollen, dann machen wir das.“

13:13 Uhr: Laut Laumann gebe es keine Anzeichen, dass der Karneval in Düsseldorf oder Köln ein Pandemietreiber war. „Es gibt keine evident-basierten Zahlen dafür. Die Kommunen haben in beiden Fällen sehr verantwortungsvoll agiert, mit strengen 2G-Regeln.“

13:12 Uhr: Laumann: „Die Regeln gelten unabhängig der Hospitalisierungsrate. Wenn diese Rate über den Wert 6 steigt, dann stellt sich die Frage, was dann zu tun ist.“

Corona: Für Friseure gilt weiterhin 3G

13:10 Uhr: Laumann appelliert noch mal an alle Ungeimpften: „Es ist nicht verantwortbar, sich nicht impfen zu lassen, wenn gesundheitlich nichts dagegen spricht.“

13:08 Uhr: Laumann: „Es gibt eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss täglich vor Arbeitsbeginn einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen. Das muss täglich kontrolliert werden. 3G gilt auch für Beerdigungen und standesamtliche Trauungen und bei Friseuren. Die Regel gilt auch für nicht-touristische Übernachtungen. Für das ganz normale Leben kann man sagen: Wer nicht geimpft ist, kann noch in die Geschäfte gehen, aber ist ansonsten, außerhalb der Arbeit, weitestgehend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Das halte ich auch für rechtens, denn wir haben es besonders auf den Intensivstationen mit einer Pandemie der Ungeimpften zu tun.“

13:05 Uhr: Laumann: „Mit dem morgigen Tag tritt eine neue Corona-Schutzverordnung in Kraft. Im gesamten Freizeitbereich gibt es eine 2G-Regel. Ob Restaurants, Weihnachtsmärkte, Theater, Kinos, Tierparks, Schwimmbäder dürfen nur noch von Menschen genutzt werden, die genesen oder geimpft sind. Dazu kommt 2G-plus für Tanzveranstaltungen, Bars, Discotheken und natürlich auch für Karnevalsveranstaltungen.“

Laumann: 3G-Regel am Arbeitsplatz ab Mittwoch

13:03 Uhr: Laumann: „In NRW sind rund eine Million Arbeitnehmer nicht geimpft. Die werden alle ab morgen getestet. Das sind Testzahlen, die sind gewaltig.“

13:01 Uhr: Laumann spricht über die aktuellen Corona-Zahlen, die nicht zufriedenstellend sind. Dafür steigt die Impfquote wieder an. Die Zahlen haben sich gestern im Vergleich zu den Vorwochen pro Tag fast verdreifacht. Auch die Boosterimpfungen nehmen zu.

Update, 13:00 Uhr: Gesundheitsminister Laumann ist auf der Bühne. Die PK beginnt.

Neue Corona-Regeln in NRW kommen: Wo bald 2G gilt –und wo 3G

Düsseldorf – Starke Einschränkungen für Ungeimpfte, eine Testpflicht in bestimmten Bereichen auch für Geimpfte und Genesene und selbst am Arbeitsplatz soll eine 3G-Regel gelten. In NRW werden in dieser Woche die Corona-Regeln deutlich verschärft. Am Mittwoch (24. November) läuft die aktuelle Corona-Schutzverordnung aus.

Schon am Dienstag wird Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf über die geplanten Corona-Regeln informieren. Es drohen die größten Verschärfungen seit dem Frühjahr. 24RHEIN berichtet ab 13 Uhr im Liveticker.

Corona in NRW: Inzidenz und Hospitalisierungsrate steigen

Die Corona-Zahlen in NRW steigen weiterhin rasant an. Die 7-Tage-Inzidenz hat am 23. November mit 249 (Quelle: RKI) einen neuen Höchstwert erreicht. Am Montag (22. November) lag der Wert noch bei 229,1. Auch die Hospitalisierungsrate, die inzwischen entscheidend für schärfere Regeln ist, stieg am Dienstag deutlich auf 4,22. Gleichzeitig sollen strengere Schutzmaßnahmen noch in dieser Woche die vierte Welle der Corona-Pandemie brechen. Bereits in der vergangenen Wochen haben sich die Bundesländer bei ihrer Ministerpräsidentenkonferenz darauf geeinigt.

Corona in NRW: Diese Regeln sollen kommen

Bekannt ist bislang, dass eine 2G-Regel im Freizeitbereich eingeführt werden soll. Dann hätten Ungeimpfte keinen Zutritt mehr zur Gastronomie, Sportveranstaltungen oder auch zu den Weihnachtsmärkten, die vielerorts gerade starten. 2G soll auch bei körpernahen Dienstleistungen, beispielsweise beim Friseur, eingeführt werden.

Für bestimmte Bereiche mit hohem Infektionsrisiko, darunter Clubs, Discotheken und auch Karnevalsveranstaltungen, soll sogar eine 2G-plus-Regel gelten. Dort bräuchten dann auch Geimpfte und Genesene einen zusätzlichen Test. In Bus und Bahn soll genauso wie am Arbeitsplatz eine 3G-Regel gelten. Wer nicht geimpft oder genesen ist, bräuchte dann einen negativen Test.

Ob noch weitere Verschärfungen angekündigt werden, ist aktuell noch unklar. Zuletzt hatte beispielsweise die Stadt Duisburg auch wieder eine Maskenpflicht in der Innenstadt eingeführt. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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