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Wichtige Corona-Regel ändert sich: Ungeimpfte in Quarantäne bekommen kein Geld mehr

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Von: Jana Wehmann

Ein Taschenrechner liegt auf Geldscheinen.
Wer ungeimpft ist und in Quarantäne muss, könnte schon bald keine Entschädigung mehr für Verdienstausfälle bekommen. © MiS/Imago

Ungeimpfte in Quarantäne erhalten in NRW ab Mitte Oktober keine Lohnfortzahlung mehr. Das Land lässt die Verdienstausfall-Entschädigung auslaufen.

Düsseldorf – Wer nicht geimpft ist und sich in Quarantäne begeben muss, erhält künftig keinen Lohn mehr. Zum 11. Oktober lässt das Land Nordrhein-Westfalen die Verdienstausfall-Entschädigung bei Ungeimpften in Isolierung entsprechend dem Infektionsschutzgesetz des Bundes auslaufen. Das heißt: Nicht-Geimpfte in Quarantäne müssen bald auf ihren Lohn verzichten. Das gab das Gesundheitsministerium NRW am 10. September bekannt. Was heißt das nun? Am 22. September treffen sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern, um über ein einheitliches Vorgehen zu beraten. Eine bundesweite einheitliche Linie soll dabei gefunden werden.

In ganz Deutschland: Ab November entfällt Entschädigung für Ungeimpfte in Quarantäne

Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne sollen die meisten Nicht-Geimpften spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr bekommen. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch (22. September) mehrheitlich in einem Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Diese Regelung soll nun spätestens ab 1. November für nicht geimpfte Menschen, für die eine Impfempfehlung vorliegt, nicht mehr gelten, wenn sie als Kontaktpersonen von Corona-Infizierten oder als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet im Ausland in Quarantäne müssen und nicht zur Arbeit dürfen. Für vollständig Geimpfte gelten in der Regel keine Quarantäne-Anordnungen.

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Bislang gilt: Betroffene – ganz gleich, ob geimpft oder ungeimpft –, die sich in behördlich angeordneter Quarantäne befinden, erhalten eine Verdienstausfall-Entschädigung. Laut dem Gesundheitsministerium NRW seien die Gründe auf das nicht flächendeckende Impfangebot und die „erst vergleichsweise kurze Zulassung der Covid-Impfstoffe“ zurückzuführen. Nun stehe allerdings jedem Bürger ein flächendeckendes Impfangebot zur Verfügung, sodass dieser Grund entfalle.

„Wir haben es mit einer Pandemie der Ungeimpften zu tun. Alle Expertinnen und Experten sind sich einig, dass das Impfen ein sehr wirksamer Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist. Wer sich also die Freiheit herausnimmt, sich nicht impfen zu lassen, obwohl medizinisch nichts dagegenspricht, steht für die Folgen seiner Entscheidung selbst ein – nicht der Arbeitgeber, nicht die Solidargemeinschaft“, sagt der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Mit dieser Änderung soll nun die Impfbereitschaft erhöht werden. Gleiches gilt für die kostenfreien Bürgertests: Ab dem 11. Oktober sind die Corona-Tests kostenpflichtig. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. September inhaltlich ergänzt und aktualisiert. Neuerung: Beschluss von Bund und Länder.

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