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Corona-Regeln NRW: 35er-Inzidenz gestrichen, 3G-Regel für Veranstaltungen bleibt

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Karl-Josef Laumann (CDU), nordrhein-westfälischer Gesundheitsminister, spricht auf einer Pressekonferenz.
In der neuen Corona-Schutzverordnung sollen die Daten aus den Krankenhäusern stärker berücksichtigt werden. (Symbolbild) © Bernd Thissen/dpa

In NRW gilt ab Samstag eine neue Coronaschutzverordnung. Der Grenzwert von 35 wird damit gestrichen, die 3G-Regel für Veranstaltungen gilt jedoch weiterhin.

Düsseldorf – Bei der Bewertung der Corona-Lage werden in Nordrhein-Westfalen jetzt auch die Zahl der Coronapatienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Das sieht die am Freitag veröffentlichte Neufassung der Coronaschutzverordnung des Landes vor. Der bisher als Grenzwert für bestimmte Maßnahmen festgeschriebene Wert von 35 bei der 7-Tage-Inzidenz an Neuinfektionen wird gestrichen, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. NRW setzt damit vom Bundesrat beschlossene Änderungen im Infektionsschutzgesetz um.

Neue Coronaschutzverordnung in NRW: 3G-Regel für Veranstaltungen bleibt bestehen

Konkret ändern wird sich vorerst aber nichts. Die 3G-Regelung (Geimpft, getestet oder genesen) für den Zugang zu bestimmten Veranstaltungen und Einrichtungen bleibe aufgrund des Infektionsgeschehens bis auf Weiteres bestehen, betonte das Ministerium. Konkrete Grenzwerte für die neuen Indikatoren legt die Schutzverordnung nicht fest.

„Wir wissen schlicht noch zu wenig darüber, wie sich das Impfgeschehen auf die Dynamik einer möglichen Herbstwelle auswirkt, als dass wir uns auf starre Werte festlegen können“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) laut Mitteilung.

Neue Corona-Verordnung in NRW: Jetzt werden auch die Krankenhausdaten berücksichtigt

Neben den Krankenhausdaten und der Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) fließen auch Anzahl der gegen Covid-19 geimpften Personen, die Zahl der Todesfälle, die Altersstruktur der Infizierten sowie die Entwicklung des R-Wertes in die Beurteilung ein. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter rechnerisch ansteckt.

In Nordrhein-Westfalen stabilisierten sich derzeit diese Werte, „allerdings auf einem nicht unkritischen Niveau“, betonte Laumann. Auf Basis aller vorliegenden Daten seien neue Einschränkungen für Geimpfte und Genesene nicht absehbar. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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