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Wüst zu möglichen Geisterspielen: „Solche Bilder wie in Köln darf es nicht mehr geben“

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Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, während einer Sitzung des Bundesrats.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. © Wolfgang Kumm/dpa

In NRW soll es noch in dieser Woche schärfere Corona-Regeln geben. Kommt ein neuer Lockdown? Am Donnerstag will MP Hendrik Wüst die Öffentlichkeit darüber unterrichten.

Neue Corona-Maßnahmen für NRW ab Donnerstag erwartet

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich nach der Bund-Länder-Runde (Dienstag, 30. November) an die Öffentlichkeit gewandt und neue Corona-Maßnahmen für NRW angekündigt. Über diese werde man morgen (1. Dezember) nochmal im NRW-Kabinett beraten, am Mittag will Wüst dann den Landtag über die Ergebnisse unterrichten. Nach der beschlussfassenden Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag (2. Dezember) sollen diese Maßnahmen dann umgesetzt werden. Hierzu wird voraussichtlich am Donnerstag-Nachmittag eine Pressekonferenz erwartet, die wir ebenfalls im Live-Ticker begleiten werden.

Update, 17:15 Uhr: Und damit ist die Pressekonferenz schon wieder beendet. Am morgigen 1. Dezember tagt noch einmal das NRW-Landeskabinett, am Donnerstag (2. Dezember) sollen dann konkrete Maßnahmen für das bevölkerungsstärkste Bundesland vorgestellt werden. Auch diese PK werden wir wieder im Live-Ticker begleiten.

Update, 17:14 Uhr: Wüst wird zu möglichen Geisterspielen befragt. „Solche Bilder wie am Wochenende Köln darf es künftig nicht mehr geben.“ Und wie voll darf ein Stadion sein? „Wir werden entsprechende Umsetzungen von Beschlüssen auch in Nordrhein-Westfalen durchziehen.“

Update, 17:13 Uhr: „Wer zulasten der Gesundheit anderer betrügt, verdient null Toleranz. Impfen ist die entscheidende Waffe im Kampf gegen Corona. Wir machen hier jetzt mehr Tempo. Es kommt aber auch darauf an, dass die Menschen die Angebote annehmen. ich appelliere an alle: Lassen Sie sich impfen und boostern. NRW nimmt aktuell Corona-Patienten aus anderen Teilen Deutschlands auf. Wir können helfen, und das tun wir.“

Wüst zu Corona in NRW: „Wir sind weiter in einer schwierigen Situation“

Update, 17:12 Uhr: Wüst: „Herr Scholz hat zugesagt, dass auch nach dem 15. Dezember der bewährte Instrumentenkasten des Infektionsschutzgesetzes zur Verfügung stehen soll. Wir werden am Donnerstag ein umfangreiches Paket für Kontaktreduzierungen beschließen. Dabei geht es um umfangreiche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, deutliche Reduktionen bei Großveranstaltung, um eine Ausweitung von 2G und um die Vorbereitung einer allgemeinen Impfplicht. Das weitere Vorgehen in NRW: Wir werden morgen im Kabinett über die Maßnahmen in NRW beraten, ich werde dann den Landtag morgen Mittag darüber unterrichten und wir werden nach der beschlussfassenden MPK am Donnerstag dann umsetzen.“

Update, 17:10 Uhr: NRW-MP Hendrik Wüst hat das Podium betreten. „Wir sind weiter in einer schwierigen Situation. Die Infektionszahlen sind weiterhin hoch, die Pflegekräfte arbeiten an der Belastungsgrenze und teilweise darüber hinaus. Mittlerweile gibt es in NRW mehrere Omikron-Verdachtsfälle. Die Mutation nehmen wir sehr ernst.“

Update, 17:03 Uhr: In wenigen Momenten wird NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zu den Ergebnissen der Gespräche im Bund-Länder-Kreis und der Umsetzung in Nordrhein-Westfalen informieren. Wir begleiten die Pressekonferenz im Live-Ticker.

Erstmeldung vom 30. November, 07:34 Uhr: Düsseldorf – Steigende Corona-Zahlen, eine neue Virus-Variante und immer voller werdende Intensivstationen. Die Corona-Lage spitzt sich auch in Nordrhein-Westfalen immer weiter zu. Nun soll die Landesregierung bereits weitere Verschärfungen bei den Corona-Maßnahmen vorbereiten. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf am Montag aus Regierungskreisen erfuhr, wird das Landeskabinett an diesem Mittwoch über weitere kontaktreduzierende Maßnahmen beraten. Eigentlich war die Sitzung am Dienstag geplant, da es jedoch eine Überschneidung mit den Bund-Länder-Gesprächen gibt, wurde sie um einen Tag verschoben.

Corona in NRW: Wüst will Schutzmaßnahmen ausweiten

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, aktuell auch der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), sprach sich zuletzt für zügige, bundeseinheitliche Schutzmaßnahmen aus. „Wir können nicht warten, bis ein neuer Kanzler gewählt wird. Daher braucht es diese Abstimmung in den nächsten Tagen – am besten schon morgen“, sagte er in Düsseldorf.

„Die Lage erfordert zügiges entschlossenes und vor allem geschlossenes Handeln“, betonte der MPK-Vorsitzende. Die Wissenschaft liefere klare Empfehlungen und die Ausbreitung der Corona-Variante Omikron zeige, dass keine Zeit mehr zu verlieren sei.

Coronavirus: Debatte um Kontaktbeschränkungen und Impfpflicht

Das Virus kennt keine Regierungspause, deswegen braucht es neben wirksamen Maßnahmen in den Ländern auch dringend ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen in zentralen Fragen.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst

„Das Virus kennt keine Regierungspause, deswegen braucht es neben wirksamen Maßnahmen in den Ländern auch dringend ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen in zentralen Fragen“, sagte Wüst. „Einheitliche Standards für deutliche Kontaktreduzierungen, die Vorbereitung einer allgemeinen Impflicht, das Bereitstellen von Wirtschaftshilfen für mögliche weitere Einschränkungen und die Einrichtung des neuen Krisenstabes beim Bund – all das müssen Bund und Länder dringend gemeinsam besprechen.“

Bei den anstehenden Entscheidungen des Landeskabinetts wird es den Informationen zufolge insbesondere um Großveranstaltungen und weitere Orte mit besonderem Infektionsrisiko gehen. In Deutschland hat unter anderem die Debatte Fahrt aufgenommen, ob angesichts steigender Infektionszahlen weiterhin Zuschauer in Sportstadien erlaubt werden sollten. Zudem wird erwartet, dass das Kabinett auf Vorschlag von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) die Wiedereinführung der Maskenpflicht am Platz im Schulunterricht beschließen wird.

Coronavirus: NRW-SPD will Clubs und Discos sofort schließen

SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty hat am Montag die sofortige Schließung von Bars, Clubs und Diskotheken gefordert. Außerdem müsse es strengere Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte geben, sagte Kutschaty in Düsseldorf. So sollten sich nicht geimpfte Personen nur noch mit maximal zwei Haushalten und höchstens zehn Personen treffen dürfen, schlug der SPD-Landtagsfraktionschef vor. Auch Großveranstaltungen sollten nicht mehr stattfinden. Fußballspiele sollten nur noch ohne Publikum laufen. (bs/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Artikel wurde am 30. November aktualisiert. Neuerung: Sitzung des NRW-Kabinetts auf Mittwoch verschoben.

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