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Lauterbach: Corona-Inzidenz eigentlich „zwei bis drei mal so hoch“ wie angenommen

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Bundespressekonferenz in Berlin mit Karl Lauterbach
Karl Lauterbach befürchtet, dass die tatsächliche Corona-Inzidenz deutlich höher sein könnte, als bislang angenommen. © Chris Emil Janssen/Imago

Die Corona-Inzidenz galt lange als erster Indikator für die Ausbreitung des Virus. Sie könnte allerdings nicht die ganze Wahrheit verraten, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach nun erklärte.

Köln – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schätzt das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen deutlich kritischer ein, als es die Meldezahlen zeigen. Es sei davon auszugehen, dass die tatsächliche Inzidenz in Deutschland derzeit zwei- bis dreimal so hoch sei wie ausgewiesen, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. Zu sehen sei auch eine deutliche Zunahme von Fällen der neuen, ansteckenderen Virusvariante Omikron, die Sorgen bereite. Allen voran für die erste Januarwoche hatte der Gesundheitsminister einen rapiden Anstieg dieser Fälle vorhergesagt.

Corona-Inzidenz wohl höher als angenommen – Lauterbach zu Silvester: „Feiern Sie in ganz kleiner Runde“

Der Minister appellierte an alle Bürger, Silvester so zu verbringen, dass keine neuen Infektionsketten entstünden. „Bitte feiern Sie in ganz kleiner Runde.“ Die nach Meldezahlen der Gesundheitsämter ausgewiesenen Fallzahlen unterschätzten die bestehende Gefahr. Derzeit werde daran gearbeitet, eine bessere Datenlage zu bekommen, erläuterte Lauterbach. Er sei sich sicher, dass zur bereits vorgesehenen Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) am 7. Januar „eine solide und für diese Zwecke vollkommen ausreichende Datenlage“ vorhanden sein werde. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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