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Corona-Impfung in NRW bald bei Hebammen und Tierärzten? Joachim Stamp ist dafür

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Hebamme
Durch Corona-Impfungen bei Hebammen möchte die FDP in NRW die skeptische Gruppe von 30 bis 39-jährigen Frauen erreichen. (Symbolbild) © Annette Riedl/dpa

Um die Zahl der Corona-Impfungen zu erhöhen, fordert NRW-Minister Joachim Stamp eine Ausweitung der impfenden Personen. Auf Hebammen, Tierärzte und weitere.

Düsseldorf – Im Zuge der vierten Corona-Welle fehlt es in NRW und ganz Deutschland kommen die bestehenden Impf-Angebote kaum noch hinterher. Eine Lösung wäre die Ausweitung der berechtigten Berufsgruppen. Nach Ansicht von Nordrhein-Westfalens Vize-Regierungschef Joachim Stamp (FDP) sollten demnach auch Hebammen und Tierärzte bei den vielen Impfungen gegen Covid-19 mitmachen dürfen. Vor allem erstere könnten stark dabei helfen, die Impfkampagne anzukurbeln.

Corona in NRW: Joachim Stamp will Impfungen ausweiten – Hebammen mit großem Potenzial

Um die vierte Welle zu brechen, müsse unter anderem das Bundesrecht schleunigst geändert werden, damit Zahnärzte und Apotheken mit in die Impfkampagne einbezogen werden können, sagte NRW-Familienminister Stamp, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist, am Mittwoch im NRW-Landtag in Düsseldorf. Dafür setzte sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bereits seit längerer Zeit ein, erklärte er.

„Ich würde darüber hinaus gehen und das auch für Veterinäre fordern und im Übrigen auch für Hebammen. Weil wir wissen, dass es gerade in der sensiblen Gruppe bei Frauen zwischen 30 und 39 nach wie vor Vorbehalte gibt. Deswegen sind hier Hebammen sicherlich eine Gruppe, die ein großes Vertrauen genießt und ich würde mich sehr freuen, wenn wir hier zu einer solchen Regelung kommen können“, erläuterte Stamp.

FDP will Corona-Impfungen durch weitere Berufsgruppen

Kurz zuvor hatte sich auch der NRW-Fraktionsvorsitzende der FDP, Christof Rasche, in diese Richtung geäußert. „Weitere Berufsgruppen müssen beim Impfen eingebunden werden. Wir haben jetzt von Zahnärzten gesprochen, von Apothekern. Da brauchen wir eine schnelle Entscheidung“, sagte er in der Landtagsdebatte am Mittwoch und ergänzt: „Aber vielleicht gehören ja auch Hebammen und anderes Personal dazu, die sehr gut impfen könnten, denn da haben wir eine gewaltige Aufgabe“.

Aktuell werden Corona-Impfungen nur bei Hausärzten, Impfaktionen und wieder in Impfzentren durchgeführt. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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