1. 24RHEIN
  2. Welt
  3. Politik

Coronavirus: Verbreitung über Aerosole? Laumann erntet Spott auf Twitter

Erstellt: Aktualisiert:

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann steht an einem Pult während einer Pressekonferenz.
NRW-Gesundheitsminister Laumann hat zu seiner Äußerung in einem Fernsehinterview nun nochmal Stellung bezogen. (Archivbild) © Jonas Güttler/dpa

NRW-Gesundheitsminister Laumann hat wegen seiner Aussage zur Omikron-Variante den Spott von Twitter-Usern auf sich gezogen. Nun berichtigte er seinen Fehler.

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat mit seinen missverständlichen Äußerungen zur Verbreitung der Omikron-Variante den Spott von Twitter-Nutzern auf sich gezogen. Ihm wurde vorgeworfen, sich nicht auszukennen. Nun hat der Gesundheitsminister Stellung bezogen.

„Zunächst einmal: Natürlich weiß ich, dass sich das Coronavirus auch über Aerosole überträgt – und zwar nicht erst seit gestern“, sagte Laumann am Dienstag. „Sonst hätte ich als NRW-Gesundheitsminister die unzähligen Debatten über Maskenpflichten und Luftfilteranlagen gar nicht führen können.“ Gerade die sozialen Medien seien ein „schnelllebiges und extrem verkürzendes Geschäft“. So manche Debatten können daher nicht in der nötigen Tiefe darüber geführt werden.

NRW: Laumann erntet Spott auf Twitter – seine Aussage zur Verbreitung von Omikron amüsiert User

Laumann war in einem Fernsehinterview nach der Begründung für die am Dienstag in Kraft getretenen verschärften Corona-Regeln, vor allem für die strengeren 2G-plus-Regeln (zusätzlicher Test für Geimpfte und Genesene im Freizeitbereich) in Nordrhein-Westfalen gefragt worden. Dabei sagte er: „Ich habe heute noch eine Expertise aus dem Gesundheitsamt in Köln bekommen, die noch ganz klar sagen, das Neue an dieser Omikron-Variante ist, dass sie sich nicht nur durch Tröpfchen überträgt, sondern dass sie sich auch ähnlich wie Masern durch die Luft überträgt.“ Das hatte für Spott im Netz gesorgt, weil die Verbreitung des Coronavirus über die Atemluft lange bekannt ist.

Coronavirus: Leichte Ansteckung der Omikron-Variante in Innenräumen

Er habe in dem Zusammenhang auf den aktuellen Bericht des Krisenstabs der Stadt Köln hingewiesen, der „einmal mehr das Ansteckungspotenzial von Omikron herausstellte“, stellte Laumann klar. Der Minister zitierte aus dem Bericht, wonach aus verschiedenen Kölner Ausbruchsereignissen der Schluss gezogen werden könne, dass eine erleichterte Ansteckung offenbar in Innenräumen stattfinde, wo Masken etwa zum Essen, Trinken oder Sport abgenommen werden. Diese Beobachtung legt laut Krisenstab nahe, dass das Virus in Innenräumen auch über die bisher als sicher geltende Distanz von 1,5 Metern
hinaus übertragen werden könne. In Köln sind bislang übrigens 333 Omikron-Fälle nachgewiesen worden (Stand: 28. Dezember 2021).

Coronavirus: Laumann hält Maskenpflicht in Innenräumen und 2G-plus-Regelungen für sinnvoll

Der Bericht verdeutlicht nach Worten Laumanns neben weiteren internationalen Beobachtungen „noch einmal die neue Dimension der möglichen Übertragungen, die die Pandemie mit dem Auftreten dieser Variante erhalten hat“. Klar scheine ihm nicht zuletzt auch aus den Kölner Beobachtungen, „dass wir mit Schutzmaßnahmen wie der Maskenpflicht in Innenräumen oder der 2G-plus-Regelung auf dem richtigen Weg sind“ (nb mit dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.-

Auch interessant