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Corona in NRW: Stamp warnt vor „Angstgesellschaft“ – keine Einschränkungen geplant

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Joachim Stamp
Für NRW-Minister Joachim Stamp steht das Risiko von Unter-18-Jährigen in keinem Verhältnis zu Schäden bei erneuten Einschränkungen. © Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

NRW-Minister Joachim Stamp hat erneuten Corona-Einschränkungen im Kinder- und Jugendbereich eine Absage erteilt. Das Risiko steht für ihn in keinem Verhältnis zu den Schäden.

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens stellvertretender Ministerpräsident hat vor einer dauerhaften Angstgesellschaft in der Corona-Krise gewarnt. Das gelte gerade auch für Kinder, sagte Joachim Stamp der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Bei den Unter-18-Jährigen habe es mit ganz wenigen Ausnahmen keine schweren Verläufe gegeben. „Ich bin nicht bereit, im Kinder- und Jugendbereich wieder Einschränkungen vorzunehmen“, sagte der Chef der NRW-FDP.

Corona in NRW: Stamp gegen erneute Einschränkungen an Kitas und Schulen – Inzidenz weniger bedeutend

„Niemand käme auf die Idee, wegen Unfallgefahr auf dem Schulweg den Unterricht zu beschränken. So muss es jetzt auch im Umgang mit der Pandemie werden. Wenn wir uns den Eventualitäten mancher Hysteriker beugen, schädigen wir dauerhaft psychisch und physisch eine ganze Generation“, sagte der Familienminister.

Wenn alle Bürgerinnen und Bürger ein vollständiges Impfangebot gehabt haben, gibt es laut Stamp keine Berechtigung mehr, Bürgerrechte einzuschränken. „Die Inzidenz ist nicht mehr aussagekräftig für die Hospitalisierung“, sagte der Politiker.

Dank der zuletzt niedrigen Corona-Zahlen hatte es erst am Freitag erneute Lockerungen in ganz NRW gegeben. Doch nun steigen vor allem die Inzidenz-Zahlen langsam wieder an. (dpa/lnw) 

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