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Flutkatastrophe: Angela Merkel kommt nach Bad Münstereifel

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Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt nach einem Besuch im Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz ein Statement ab.
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Dienstag, 20. Juli, das Hochwassergebiet Bad Münstereifel besuchen. © Thomas Frey/dpa

Nach Rheinland-Pfalz jetzt NRW: Die Bundeskanzlerin kommt erneut in die Katastrophengebiete und macht sich vor Ort ein Bild. Am Dienstag ist sie im Kreis Euskirchen.

Bad Münstereifel – Angela Merkel macht sich am Dienstag (11.55 Uhr) ein Bild von der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kommt die Bundeskanzlerin (beide CDU) nach Bad Münstereifel. Der Ort im Kreis Euskirchen ist von dem Unwetter der vergangenen Tage heftig betroffen. Merkel spricht mit Vertretern von Hilfsorganisationen sowie Helferinnen und Helfern. Nach einem Treffen mit betroffenen Bürgern steht ein Gang durch das Gebiet auf dem Programm.

Flutkatastrophe: Bundeskanzlerin Merkel besucht Krisengebiet in NRW – zuvor war sie in Rheinland-Pfalz

Merkel war am Wochenende in Rheinland-Pfalz und hatte sich dort mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ein Bild von der Lage im Hochwassergebiet rund um Adenau gemacht. Am Samstag war der Bundespräsident nach NRW gekommen. Frank-Walter Steinmeier hatte sich auf Einladung von Ministerpräsident Laschet die Situation im vom Hochwasser zerstörten Erftstadt angeschaut. Dort waren in einem Stadtteil zahlreiche Häuser und Autos weggespült worden.

Flutkatastrophe in NRW: Entwarnung an der Steinbachtalsperre

Seit Montag gibt es mehrere Tage nach Beginn der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen immerhin einen Grund zum Aufatmen: Die seit Tagen vom Hochwasser bedrohte Steinbachtalsperre in der Nähe von Euskirchen scheint zu halten. Ein Dammbruch war dort nicht mehr zu befürchten, hatten die Behörden mitgeteilt.

Hochwasser in NRW: mindestens 47 Menschen kamen ums Leben

Nach Informationen des Innenministeriums vom Montag sind bei der Flutkatastrophe mindestens 47 Menschen ums Leben gekommen. Man könne noch immer nicht ausschließen, noch weitere Opfer zu entdecken. Viele Menschen galten auch immer noch als vermisst. Die Flut hatte Häuser und Autos weggespült. Die Aufräumarbeiten sind noch im vollen Gange.

Überflutung: Hochwasserkatastrophe könnte zu steigenden Corona-Infektionen führen

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es zugleich die Sorge, dass die Hochwasserkatastrophe auch zu steigenden Corona-Infektionszahlen führen könnte. „Eine erhöhte Gefahr der Ausbreitung von SARS-CoV-2 könnte sich vor allem durch die Unterbringung von Personen in Notunterkünften entwickeln“, zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag) das Gesundheitsministerium in Düsseldorf. Die Gesundheitsämter vor Ort seien sich aber der zusätzlichen Gefahr bewusst. Sie könne durch Testungen, Masken und Lüften reduziert werden. David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz sagte dem RND: „Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird.“(dpa/lnw)

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