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NRW: 2G im Freizeitbereich kommt – Hendrik Wüst beschließt neue Corona-Regeln

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Von: Stefanie Knupp

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, setzt nach einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung seinen Mund-Nasen-Schutz auf.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst gibt eine Pressekonferenz zur Corona-Lage (Archivbild). © Marius Becker/dpa

NRW verschärft im Zuge der ansteigenden Infektionen die Corona-Regeln. Ab kommender Woche gilt im Freizeitbereich 2G oder sogar 2G+. Es gibt jedoch Ausnahmen.

15:14 Uhr: Zusammenfassung: In Anbetracht der vierten Corona-Welle reagiert Nordrhein-Westfalen mit einer Verschärfung der Corona-Regeln. Im Laufe der kommenden Woche sollen in allen Freizeitbereichen 2G-Regeln eingeführt werden. Somit erhalten bald nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu Orten wie Sportveranstaltungen, Kinos, Fitnessstudios, Weihnachtsmärkten oder auch Restaurants und Kneipen.

In Bereichen mit „erhöhtem Risiko“ kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst sogar 2G+-Regeln an. Dazu gehören unter anderem Karnevalsveranstaltungen oder Clubs und Diskotheken. Für Kinder und Jugendliche soll es laut Familienminister Joachim Stamp jedoch Ausnahmen geben. Wie diese genau aussehen, blieb vorerst offen. Eine Impfpflicht wird in NRW wohl vorerst nicht kommen. Regierungschef Wüst sieht diese „skeptisch“ und meint, dass die Impfzahlen auch ohne bereits deutlich ansteigen.

NRW: Hendrik Wüst skeptisch gegenüber Corona-Impflicht

14:53 Uhr: DIe PK mit Hendrik Wüst und Joachim Stamp ist beendet.

14:52 Uhr: Wüst zu Kontrollen: „Bei den Hygienekonzepten müssen zukünftig auch Konzepte für Kontrollen geben. Wenn nicht Stichproben gehen, dann aber regelmäßige.“

14:51 Uhr: Wüst zu 3G in Bus und Bahn: „Wir stellen dem regionalen Bahnverkehr zusätzliche finanziellen Kapazitäten zur Verfügung, um Masken zu kontrollieren. Womöglich geht es mit zusätzlichen Personal auch für 3G.“

14:50 Uhr: „In der laufenden nächsten Woche werden die neuen Regeln umgesetzt“, sagt Wüst. „Ich bin bei einer Impfpflicht skeptisch. Hier bei uns erreichen wir noch Menschen, sich impfen zu lassen.“

Corona in NRW: Strengere Regeln für Karnevals- und Großsportveranstaltungen

14:49 Uhr: Wüst zur MPK: „Brauchen wir, damit wir bei der Ausführung der Regeln Einigkeit bekommen.“

14:48 Uhr: Wüst zu den neuen 2G-Regeln: „Gilt im gesamten Freizeitbereich, also auch Gastronomie etc. 2G+ bei Karnevalsveranstaltungen.“

NRW: Extra Corona-Regel für Kinder und Jugendliche

14:47 Uhr: Stamp appelliert nochmal an alle Bürgerinnen und Bürger sich impfen zu lassen. „Jede Impfung hilft, damit wir zur Normalität zurückkehren können.“

14:47 Uhr: „Wir werden eine gesonderte Regel für Kinder und Jugendlich treffen“, sagt Stamp. Damit sollen diese nicht vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden. „Kita- und Schulschließeungen sind keine Option.“

14:45 Uhr: „Keiner macht es sich einfach. Wir brauchen keine Ermahnungen und vor allem keine aus Bayern“, sagt Vizeministerpräsident Jochim Stamp.

Corona in NRW: Wüst nennt drei Instrumente im Kampf gegen Corona

14:44 Uhr: Drei zentrale Instrumente nennt Wüst für die Bekämpfung der Pandemie: Impfen, Testen, Vorsicht : „Mit dieser Haltung gehen wir in die Gespräche in Berlin. Ich bin sicher, Vorsicht garantiert Freiheit.“

14:42 Uhr: 3. Testen. Wüst: „Wir werden deutlichen Ausbau der Teststellen sehen. Damit haben die Menschen wieder die Möglichkeit, sich kostenlos testen zu lassen.“

14:41 Uhr: 2. Impfen. „An alle die hadern: Bitte, lassen Sie sich impfen.“ Entscheidend sei, dass Impfmöglichkeiten ausgebaut und Tempo erhöht wird.

NRW: Neue 2G-Regeln in NRW kommen

14:37 Uhr: Drei Eckpunkte nennt Wüst zum weiteren Vorgehen: 1. Vorsicht. 2G im Freizeitbereich wird eingeführt. Das gilt auch für Weihnachtsmärkte, Fußball und andere Veranstaltungen. Für Kinder wird es abweichende Regelungen geben. In Bereichen mit erhöhtem Risiko soll sogar 2G plus kommen.

14:35 Uhr: Wüst: „In Nordrhein-Westfalen ist die Lage nicht in dem Maße dramatisch wie in den anderen Ländern“. Trotzdem gingen die Zahlen wieder hoch. „Bei uns ist die Lage auf den Intensivstation zunehmend problematisch.“

Coronavirus NRW: Lage spitzt sich zu – Wüst gibt Pressestatement ab

Erstmeldung vom 16. November, 14 Uhr: Düsseldorf – Nach der Kabinettssitzung des Landes NRW wollen Ministerpräsident Hendrik Wüst und Familienminister Joachim Stamp am Dienstag (16. November) zur Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen informieren. Das kündigte die Staatskanzlei auf Twitter an. 24RHEIN tickert die wichtigsten Aussagen ab 14:30 Uhr hier live.

Wie geht es weiter in NRW? Die Corona-Lage spitzt sich zu, die vierte Welle der Pandemie bringt bundesweit hohe Inzidenzwerte zustande. Auch wenn NRW mit einer Inzidenz von 176,6 noch deutlich unter dem Bundesschnitt (312,4) liegt, werden Rufe nach strengeren Maßnahmen immer lauter. Gibt es schärfere Corona-Regeln in NRW?

Corona NRW: Wüst will einheitliche 2G-Regel bei Bund-Länder-Runde

Jüngst warf SPD-Chef Thomas Kutschaty dem Ministerpräsidenten „Zögerlichkeit“ beim Umsetzen der 2G-Regel vor. Ob Wüst und Stamp bei der Pressekonferenz lediglich den Status quo schildern oder bereits einen Ausblick auf kommende Maßnahmen geben, ist noch nicht klar. Zuletzt hatten einige NRW-Städte auf eigene Faust schon 2G-Maßnahmen getroffen – zum Beispiel für die anstehenden Weihnachtsmärkte.

Hendrik Wüst ist Befürworter einer einheitlichen 2G-Regel. Auch deshalb hatte der NRW-Ministerpräsident auf eine schnelle Bund-Länder-Runde gepocht. Die findet nun am Donnerstag (18. November) statt. Ob sich alle 16 Länder auf flächendeckende Maßnahmen einigen können, bleibt abzuwarten. Am Tag zuvor will Wüst in einer Sondersitzung noch den Landtag unterrichten. Auf der Tagesordnung steht eine 20-minütige Einbringung der Landesregierung mit dem Titel „Konzentrierte Wachsamkeit – Vorsicht garantiert Freiheit“. (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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