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Corona-Test positiv: Hendrik Wüst meldet sich per Video aus Quarantäne in Israel

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Von: Oliver Schmitz

Ministerpräsident Wüst
Hendrik Wüst ist derzeit auf seiner ersten Dienstreise außerhalb Europas. (Symbolbild) © Bernd Thissen/dpa

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich während seiner Israel-Reise mit dem Coronavirus infiziert. Nun muss er sogar länger dort in Quarantäne bleiben.

Jerusalem/Düsseldorf – Hendrik Wüst ist während einer Israel-Reise positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein weiterer PCR-Test werde zur Sicherheit noch durchgeführt, hieß es am Montag (14. März) aus Delegationskreisen des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen. Am Abend kam dann zudem die Nachricht, dass er wegen eines weiteren, positiven Tests zunächst in Quarantäne in Israel bleiben muss. Auch ein zweiter PCR-Test sei am Montag in Jerusalem positiv ausgefallen, teilte die Düsseldorfer Staatskanzlei am Montagabend mit.

Hendrik Wüst: So lange dauert seine Corona-Quarantäne in Israel

Ministerpräsident Hendrik Wüst befolgt die Vorgaben der israelischen Gesundheitsbehörden und wird in den kommenden Tagen aus der Isolation heraus arbeiten. Ihm geht es weiterhin gut“, sagte ein Sprecher. Der NRW-Ministerpräsident meldete sich in einer Twitter-Botschaft aus Jerusalem und bedankte sich für zahlreiche Genesungswünsche aus der Heimat. „Mir geht es prima. Alles soweit in Ordnung“, sagte Wüst. Vor den beiden positiven Tests habe er zwei negative Tests gehabt.

Wie lange die Quarantäne dauert und wann der NRW-Ministerpräsident sich für einen Heimflug frei testen kann, war zunächst nicht ganz sicher. „Wir müssen das genau klären. Derzeit wissen wir von fünf Tagen“, sagte ein Sprecher. Laut dem WDR-Journalisten Arne Hell, könne Wüst bereits nach fünf Tagen mit zwei negativen PCR-Tests die Isolation beenden, da der Ministerpräsident geboostert sei. Hell hat Wüst nach Israel begleitet.

Hendrik Wüst positiv auf Corona getestet: Termine müssen abgesagt werden

Wüst hatte erst am Sonntag eine viertägige Reise nach Israel angetreten und am Montag einen Kranz in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem niedergelegt. Aus Gründen der Vorsicht werde der Ministerpräsident die weiteren Termine seiner Reise zunächst nicht wahrnehmen, verlautete aus Teilnehmerkreisen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, hatte der CDU-Politiker vor seiner Einreise nach Israel sowie unmittelbar nach der Einreise jeweils einen PCR-Test gemacht, die den Informationen zufolge beide negativ gewesen sind. Der dritte Test habe nun ein positives Ergebnis hervorgebracht. Auch eine Personenschützerin habe zwei positive PCR-Testergebnisse.

Hendrik Wüst: Teilnahme an Bund-Länder-Treffen fraglich

Die nächste Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) sei ohnehin in digitaler Form geplant, sodass Wüst per Video-Schalte auch aus Israel daran teilnehmen könnte, hieß es aus seinem Umfeld. Die Konferenz soll am Donnerstag mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) unter anderem über die aktuelle Corona-Lage beraten. Wüsts Rückreise war für Mittwoch geplant.

Hendrik Wüst: Israel-Besuch für bessere Wirtschaftsbeziehungen

Für den erst seit fünf Monaten amtierenden neuen Regierungschef ist es die erste außereuropäische Dienstreise. Er ist mit einer relativ kleinen Delegation unterwegs, wie die Staatskanzlei im Vorfeld berichtet hatte. Der 46-Jährige sollte in Israel Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur treffen. Ein Schwerpunkt der Reise sollte die Weiterentwicklung der

Wirtschaftsbeziehungen sein. „Ich bin aktuell in Israel wegen einiger Projekte, die mir besonders am Herzen liegen“, sagte Wüst bei Twitter. Unter anderem gehe es um die Vernetzung der israelischen Start-up-Szene mit dem deutschen Mittelstand. Für die weiteren Termine am Montag sollte Wüst in Israel von einem Staatssekretär vertreten werden. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Text wird laufend aktualisiert.

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