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Hendrik Wüst will Union-Zusammenarbeit überarbeiten – mit konkretem Vorschlag

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Hendrik Wüst (CDU), Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht beim Deutschlandtag der Jungen Union im Messe- und Congress Centrum Halle Münsterland.
Hendrik Wüst, designierter NRW-Ministerpräsident, beim Deutschlandtag der Jungen Union. © Marcel Kusch/dpa

Nach der Pleite bei der Bundestagswahl plädiert Hendrik Wüst für einen Umbruch bei der Union aus CDU und CSU. Dafür macht er einen konkreten Vorschlag.

Köln – Wenn alles glattläuft, ist Hendrik Wüst schon bald der mächtigste CDU-Politiker in NRW. Aus dieser Position heraus prescht der bisherige NRW-Verkehrsminister nun mit einem Umbruchs-Vorschlag vor: Wüst will die Zusammenarbeit in der Union auf neue Füße stellen. „CDU und CSU waren am Ende immer eine starke Verbindung, müssen aber jetzt an ihrer Beziehung arbeiten: Lieber zum Paartherapeuten als zum Scheidungsanwalt“, sagte Hendrik Wüst der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung am Freitag.

Wüst will Union überarbeitet: Das schlägt der CDU-Politiker vor

Nach der Vorstellung von Wüst sollen CDU und CSU sollten künftig mindestens einmal im Jahr gemeinsam mit ihren Vorständen tagen. Nach der historischen Niederlage bei der Bundestagswahl sei zudem ein neuer Teamgeist gefragt.

„Wir brauchen neben der gemeinsamen Bundestagsfraktion eine weitere Klammer, um mit der Schwesterpartei wieder zusammenzukommen“, zitierte die WAZ den designierten NRW-Ministerpräsidenten. Am Samstag soll er beim Landesparteitag in Bielefeld zum Vorsitzenden der NRW-CDU gewählt werden. In der kommenden Woche steht im NRW-Landtag seine Wahl zum neuen Ministerpräsidenten an. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Hendrik Wüst

Seit 2017 ist Hendrik Wüst Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Der 46-Jährige stammt gebürtig aus Rhede in Westfalen und war Rechtsanwalt. Wüst ist seit 1990 in der Politik und war zunächst jahrelang in der Jungen Union aktiv, deren Landesvorsitz in NRW er von 2000 bis 2006 innehatte. Danach wurde er CDU-Generalsekretär in NRW und später wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Armin Laschet berief ihn am 30. Juni 2017 als Verkehrsminister für NRW in sein Kabinett. Mit 52,9 Prozent der Erststimmen gewann er zudem auch das Direktmandat in seinem Wahlkreis Borken I und verfügt dadurch über ein Landtagsmandat. Nun soll er Armin Laschet sowohl als Landesvorsitzenden und Ministerpsäidenten in NRW beerben.

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