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Hochwasserkatastrophe: Seehofer stellt Warnung der Bevölkerung per SMS in Aussicht

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Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU, l) und der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster (r) geben bei ihrem Besuch bei den Helfern des Technischen Hilfswerks, die dort nach dem Hochwasser eine Trinkwasseraufbereitungsanlage betreiben, ein Pressestatement.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CDU) hat das Katastrophengebiet Bad Neuenahr besucht und sich ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. © Thomas Frey/dpa

Um Menschen in Zukunft vor einer Notsituation zu warnen, soll laut Bundesinnenminister Seehofer eine Nachricht künftig per „Cell Broadcasting“ auf das Handy geschickt werden.

Berlin (dpa) - Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geht Bundesinnenminister Horst Seehofer davon aus, dass die Bevölkerung vor Gefahren künftig auch per SMS gewarnt wird. Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, habe zur Warnung per Cell Broadcasting bereits im Frühjahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, sagte Seehofer am Mittwoch in Berlin. Schuster gehe davon aus, dass das noch vor der Bundestagswahl am 26. September erwartete Ergebnis positiv sein werde.

Warnung in Gefahrensituationen künftig per „Cell Broadcasting“ – so funktioniert es

Beim Cell Broadcasting wird ähnlich wie bei einer SMS eine Nachricht an Handy-Nutzer verschickt - und zwar an alle Empfänger, die sich zu dem Zeitpunkt in der betreffenden Funkzelle aufhalten. Datenschützer halten diese Technologie, die in vielen anderen Staaten bereits genutzt wird, für relativ unbedenklich.

Für die Warnung vor akuten Gefahren sei ein Mix aus analogen und digitalen Methoden notwendig, von Sirenen bis hin zu High-Tech-Lösungen, betonte Seehofer. Sirenen alleine seien kein Allheilmittel, denn „es reicht ja nicht aus, nur akustisch zu warnen, die Bevölkerung muss ja auch wissen, was sie tun soll“.

Flutkatastrophe: Bundesinnenminister Seehofer stellt kleine Gesetzesänderung in Aussicht

Die Ressourcen des bislang hauptsächlich für den Verteidigungsfall zuständigen BBK sollten in Zukunft besser genutzt werden, sagte Seehofer. Zusätzlich zur Umsetzung eines dafür bereits im März vorgelegten Konzepts zur Neuausrichtung der Behörde in Bonn werde es dafür im Herbst möglicherweise auch „eine kleine Gesetzesänderung“ geben müssen. (dpa)

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