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Innenminister Reul nach Hochwasser: Krisenstab hätte aktiviert werden müssen

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Innenminister Reul an Brücke über B256 bei Erftstadt-Blessem.
NRW-Innenminister Herbert Reul bei einem Besuch in den vom Hochwasser schwer getroffenen Gebieten. © TNN/Mirko Wolf/dpa

Während der Hochwasserkatastrophe im Juli wurde in NRW kein Krisenstab gebildet. Innenminister Herbert Reul würde im Nachhinein anders handeln.

Düsseldorf – NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat seine Meinung zum Thema Krisenstab in der Flutkatastrophe geändert: „Wenn ich es noch einmal zu entscheiden hätte, würde ich dem Ministerpräsidenten die Aktivierung des Krisenstabs empfehlen“, sagte Reul der Rheinischen Post. „Aber weniger aus operativen Gründen, als aus symbolischen“, ergänzte Reul.

Hochwasser in NRW: Es gab nur eine Koordinierungsgruppe, keinen Krisenstab

Er glaube zwar, dass dadurch kein Haus weniger eingestürzt und kein Menschenleben gerettet worden wäre. Aber nach Reuls Worten hätte ein solcher Krisenstab „das Signal an die Bevölkerung gesendet: ‚Jetzt ist es ernst! Und wir nehmen es auch ernst.‘ Wann, wenn nicht in der größten Naturkatastrophe unseres Bundeslandes sollte man den Krisenstab aktivieren?“

Koordinierungsgruppe anstatt Krisenstab

Das Innenministerium hatte zur Flutkatastrophe nur einen „Kleinen Krisenstab“ gebildet, der offiziell Koordinierungsgruppe heißt. Im Gegensatz zum echten Krisenstab – in dem das Kabinett vertreten ist – saßen in der Koordinierungsgruppe rund 30 Experten aus allen Bereichen und Behörden – unter Führung von Reul. Die Opposition hatte das kritisiert.

Hochwasser in NRW: Jetzt geht es um den Wiederaufbau

„Die Koordinierungsgruppe hat de facto wie ein Krisenstab gearbeitet. Da steckte also schon ganz viel Krisenstab drin, es stand nur nicht Krisenstab drauf“, sagte der Minister der Rheinischen Post. Der Stab wurde vor wenigen Tagen wieder deaktiviert, da die akute Notlage aus Sicht des Innenministeriums vorbei ist – und es nun um die Wiederaufbauarbeiten geht.

Reul kündigte an, ein Kompetenzteam Katastrophenschutz aufzustellen – das binnen weniger Monate Handlungsempfehlungen für die Zukunft erstellen soll. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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