1. 24RHEIN
  2. Welt
  3. Politik

Karl Lauterbach befürchtet: Coronavirus „irgendwann immun gegen Impfstoffe“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

Karl Lauterbach (Politiker) im Mai 2021 iin der ZDF-Sendung „Markus Lanz“
Der Politiker Karl Lauterbach sorgt sich, dass das Virus irgendwann immun gegen Impfstoffe sei. (Archivbild) © teutopress GmbH via www.imago-images.de

Karl Lauterbach hat bei „Markus Lanz“ über die Delta-Variante gesprochen. Er befürchtet, dass das Coronavirus irgendwann immun gegen Impfstoffe werden könnte.

Köln – Am Donnerstagabend, 1. Juli, war der Gesundheitsexperte und SPD-Politiker Karl Lauterbach aus Köln in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ zu Gast. In der Sendung ging es unter anderem um die Delta-Variante des Coronavirus und welche Herausforderungen damit nun verbunden sind.

Aktuell breitet sich die erstmals in Indien nachgewiesene Virusvariante immer weiter aus – auch in Köln gab es schon 25 Fälle (Stand: 21. Juni). Der Politiker warnte nun davor, die Mutation zu unterschätzen. Denn: „Die Delta-Variante ist die gefährlichste Variante, die wir bisher hatten“, so Lauterbach im ZDF.

Karl Lauterbach im ZDF: „Ich befürchte, dass das Virus irgendwann immun gegen Impfstoffe sein wird“

Die Infektionen mit der Delta-Variante nehmen also zu – und das, während viele Menschen noch auf eine Impfung warten. Doch, wie gefährlich ist die Variante überhaupt? Karl Lauterbach sagte dazu: „Die Delta-Variante ist gefährlich, weil sie ansteckender ist.“ Studien zufolge sei sie sogar zweieinhalb bis viermal so ansteckend wie die ursprüngliche SARS-CoV-2-Variante, so der Politiker. „Wenn man sich vorstellt, dass die jetzt von Anfang an da gewesen wäre, wo wir ja noch keine Impfstoffe hatten, dann wäre die Katastrophe, die wir hatten noch viel größer ausgefallen“, betonte Lauterbach.

Wie das Virus nun weiter mutiert, muss abgewartet werden. Lauterbach ist sich jedoch sicher: Das Virus wird sich weiterentwickeln. Er selbst befürchte, dass „das Virus irgendwann auch Geimpfte befallen und immun gegen die Impfstoffe sein wird“.

Karl Lauterbach aus Köln : Erst bei zweiter Impfung ist man gegen Delta-Variante sicher

Positiv sei jedoch, dass die Impfstoffe von Biontech und Moderna mit bis zu 90 Prozent eine hohe Wirksamkeit haben, so Lauterbach. Aber dennoch sei die Delta-Variante nicht zu unterschätzen. Denn: „Delta ist resistenter gegen Impfungen.“ Nur wer auch die zweite Impfung gegen das Coronavirus hinter sich hat, sei ausreichend geschützt – auch gegen die Delta-Variante, so der SPD-Politiker.

Bei der Debatte wird klar: Ein schnelles Impftempo ist angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante besonders wichtig. So vergibt unter anderem nun auch das Impfzentrum in Köln wieder Erstimpftermine, zudem wurden die Impf-Aktionen in Neubrück, Ostheim und Bilderstöckchen fortgesetzt. Denn wer nur einmal geimpft oder gar nicht geimpft ist und mit einer Person in Kontakt kommt, die mit der Delta-Variante infiziert ist, hat ein hohes Risiko, auch mit einem schweren Verlauf im Krankenhaus zu landen, betont Lauterbach.

So hätten Studien gezeigt, dass die Delta-Variante die Lunge stärker beschädige. Sollten also viele Menschen mit der Delta-Variante infiziert werden, könnte dies dazu führen, dass auch die Zahl der Intensivpatienten in den Kliniken und Krankenhäusern wieder ansteigt. (nb)

Neben Karl Lauterbach kamen in der Sendung „Markus Lanz“ auch andere Gäste zu Wort:

(nb)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant