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Spitzenkandidatin der Grünen Mona Neubaur: „Mein Traumjob ist nicht Klimaministerin“

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Von: Max Müller

Mona Neubaur, Landesvorsitzende der Grünen und Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, spricht auf einer Pressekonferenz
Mona Neubaur tritt bei der Landtagswahl 2022 in NRW für die Grünen an. © Oliver Berg/dpa

Mona Neubaur führt die Grünen als Spitzenkandidatin in die NRW-Landtagswahl. In einem Interview erzählt sie, warum NRW-Klimaministerin nicht ihr Traumjob ist.

Köln – Mona Neubaur ist die Spitzenkandidatin der Grünen bei der Landtagswahl in NRW 2022. In einem Interview spricht die Politikerin über ihre Wurzeln. Geboren und aufgewachsen ist sie in Pöttmes, einem kleinen Ort in Bayern.

Geboren1. Juli 1977 (Alter 44 Jahre)
AusbildungHeinrich-Heine-Universität Düsseldorf (1997–2003), St.-Bonaventura-Gymnasium

Landtagswahl NRW 2022: Mona Neubaur ist Spitzenkandidatin der Grünen

Wie klein und wie abgelegen der Ort ihrer Kindheit ist, zeigt alleine die Tatsache, dass sie zur Schule, ein katholisches Gymnasium, jeden Tag 160 Kilometer pendeln musste. „Mein Vater hat mich auf dem Weg zur Arbeit zum nächstgelegenen Bahnhof, der lag rund 20 Fahrminuten entfernt, mitgenommen und mich dort rausgelassen“, erzählt Mona Neubaur im Interview mit dem Westfälischen Anzeiger*. „Ab dem zweiten Schultag in der fünften Klasse bin ich dann täglich alleine gependelt. Der Zug fuhr um 6.12. Uhr. Ich war schon immer früh auf den Beinen.“

Obwohl sie als Spitzenkandidatin der Grünen antritt, hat sie nicht den Anspruch, Ministerpräsidentin zu werden. „Ich halte es da mit Winfried Kretschmann: Das Amt kommt zum Mann – in meinem Fall zur Frau – und bis dahin wird gearbeitet.“

Landtagswahl NRW 2022: Was denkt Mona Neubaur über Hendrik Wüst und Thomas Kutschaty?

Auf die Frage nach ihrem Traumjob kommt nicht die eigentlich zu erwartende Antwort – nämlich der Job als NRW-Klimaministerin. „Ein echter Traumjob wäre für mich Astronautin“, sagt sie und fügt hinzu: „Überraschende Antwort – oder? Das große Ganze sehen und ein Verständnis dafür zu bekommen, wie schützenswert das alles ist – das ist doch eine gute Perspektive“, sagt Neubaur.

Neubaur hat Psychologie studiert. Was sie über Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty weiß, dass die Öffentlichkeit noch nicht spitz bekommen hat? „Betriebsgeheimnis“, sagt Neubaur und lacht. Die Frage nach den möglichen Koalitionsoptionen bügelt sie ab. Man ziehe „selbstbewusst und eigenständig“ in den Wahlkampf. „Die Konstellation, mit der wir unseren Wählerauftrag am besten umsetzen können, werden wir dann unserer Partei vorschlagen.“

Die Biografie von Mona Neubaur im Überblick

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