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Landtagswahl NRW: Wüst zum CDU-Spitzenkandidaten nominiert – Scheitern noch möglich

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Hendrik Wüst
Hendrik Wüst würde gerne Ministerpräsident von NRW bleiben. (Archivbild) © Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Landesvorstand der CDU in NRW hat Hendrik Wüst zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl nominiert. Doch der Ministerpräsident könnte theoretisch noch scheitern.

Düsseldorf – Hendrik Wüst hat die erste Hürde genommen: Rund drei Monate vor der Landtagswahl in NRW hat die CDU Nordrhein-Westfalen den Weg für den designierten Spitzenkandidaten bereitet. Der Landesvorstand beschloss am Montagabend in Düsseldorf einstimmig, Wüst auf Platz 1 der Kandidaten-Vorschlagsliste für die Wahl am 15. Mai zu nominieren, wie die NRW-CDU bestätigte. Doch der Landeschef ist damit noch nicht ganz sicher.

NRW-Landtagswahl 2022: Hendrik Wüst könnte noch als CDU-Spitzenkandidat scheitern

Die finale Entscheidung über die Landesliste für die Landtagswahl NRW wird am 19. Februar von rund 250 Delegierten bei einer Versammlung in Essen getroffen. Jedoch gilt dies, zumindest was die Position von Hendrik Wüst angeht, wohl nur noch als reine Formsache.

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Für den 2. Platz wurde die stellvertretende Landesvorsitzende, NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach, nominiert. Nach dem Wechsel des ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet in den Bundestag war die in Parteikreisen hochgeschätzte 45-Jährige nicht für dessen Nachfolge infrage gekommen, weil sie die Vorgabe der NRW-Landesverfassung nicht erfüllte, wonach ein Ministerpräsident auch ein Mandat im NRW-Landtag haben muss. Der neue Regierungschef Wüst ist hingegen seit 2005 bereits viermal direkt für seinen Wahlkreis Bocholt, Borken, Isselburg und Rhede in den Landtag gewählt worden.

An 3. Stelle steht Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen. Abgesehen von Löttgen, der Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann aus dem Wahlkreis Minden-Lübbecke (Platz 8) und dem Generalsekretär der NRW-CDU, Josef Hovenjürgen (Platz 9) sind auf den ersten zehn Plätzen ansonsten nur Kabinettsmitglieder nominiert: Innenminister Herbert Reul, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, die neue Verkehrsministerin Ina Brandes und Finanzminister Lutz Lienenkämper.

Erstmals wurden nach Parteiangaben die ersten 20 Plätze auf der Nominierten-Liste auf Männer und Frauen gleich verteilt. Der Frauenanteil der gesamten 136 Plätze umfassenden Liste liege bei rund 40 Prozent, berichtete Hovenjürgen. „Wir übertreffen damit die Vorgabe unserer Parteisatzung, ein Drittel der Listenplätze an Frauen zu vergeben, deutlich.“

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Die Kandidatenliste zieht, wenn einer Partei mehr Sitze im Landtag zustehen als sie Direktmandate gewonnen hat oder wenn ein Landtagsabgeordneter ausscheidet und deswegen ein Nachrücker ins Parlament einziehen kann. In mehreren vorherigen Landtagswahlen hat die Liste bei der NRW-CDU kaum eine Rolle gespielt.

Bei der NRW-Landtagswahl 2017 hatte die CDU alle ihre 72 Mandate direkt in den Wahlkreisen gewonnen. Zwei Nachrückerinnen waren letztlich dennoch über die Reserveliste zum Zuge gekommen, nachdem andere zugunsten von Regierungsämtern verzichtet hatten. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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Dieser Text wurde am 7. Februar um 22:09 Uhr inhaltlich aktualisiert: Details zur CDU-Landesliste ergänzt.

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