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Wirbel um Laschet-Buch: Betroffener Autor ist gelassen – „eher Allgemeinwissen“

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Armin Laschet bei einer Pressekonferenz.
Armin Laschet soll Quellen in einem Buch von 2009 nicht richtig angegeben haben (Symbolbild). © Marcel Kusch/dpa

Armin Laschet hat in seinem Buch mindestens einen Urheber nicht angegeben. Der betroffene Wissenschaftler Karsten Weitzenegger ist entspannt.

Köln/Berlin – Nach Wirbel um eine ähnliche Passage in einem Buch von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet wie in einem anderen Text hat sich der betroffene Wissenschaftler Karsten Weitzenegger entspannt geäußert. „Es handelt sich inhaltlich eher um Allgemeinwissen. Ich strenge dafür keinen Urheberrechtsprozess an“, sagte Weitzenegger der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend auf Anfrage.

Der Plagiatsprüfer Martin Heidingsfelder habe ihn am Donnerstag überraschend angerufen und ihm mitgeteilt, dass seiner Software zufolge Passagen aus einem Buch Laschets aus „meinem Papier“ stammten. Bei dem „Papier“ handele es sich um einen Beitrag, den er im Juli 2008 bei einem soziologischen Migrationskongress in Bielefeld eingebracht habe, berichtete Weitzenegger.

Armin Laschet vergisst Urheber: NRW-Minister entschuldigt sich

Zuvor war auf Twitter eine Gegenüberstellung von Heidingsfelder veröffentlicht worden, die eine auffallende Ähnlichkeit zwischen einer Passage des Laschet-Buchs „Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance“ von 2009 und einer anderen Publikation zeigte. Weitzenegger hatte die Passage in der Nacht zu Freitag öffentlich gemacht, sich aber danach zunächst nicht weiter geäußert.

Laschet räumte am Freitag umgehend Fehler in seinem Buch ein und entschuldigte sich. „Mindestens ein Urheber des im Buch verwendeten Materials wird weder im Fließtext noch im Quellenverzeichnis genannt“, sagte Laschet auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Um zu klären, ob es weitere Fehler gibt, werde ich unverzüglich die Prüfung des Buchs veranlassen.“

Weitzenegger betonte nun zu seinem Papier: „Ich bin froh, wenn die Politik Gedanken daraus aufnimmt. Falls mich Herr Laschet gefragt hätte, würde ich das gerne erlauben.“ (jaw/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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