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Laschet: NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst soll Ministerpräsident werden

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Armin Laschet und Hendrik Wüst begrüßen sich lachend mit der Faust
Der amtierende NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gratuliert seinem designierten Nachfolger Hendrik Wüst. © Marcel Kusch/dpa

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) empfiehlt den bisherigen Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst (46) als seinen Nachfolger an der Spitze der Landesregierung und der Landes-CDU.

Düsseldorf – Hendrik Wüst soll neuer Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und CDU-Landesparteichef werden. Damit träte er die Nachfolge von Armin Laschet an. Diesen Personalvorschlag hat Laschet am Dienstag (5. Oktober) dem CDU-Landesvorstand in Düsseldorf unterbreitet.

Hendrik Wüst
Geboren:19. Juli 1975 in Rhede (Münsterland)
Familie:verheiratet, 1 Kind
Partei:CDU
Beruf:Rechtsanwalt
NRW-Verkehrsminister seit:30. Juni 2017

NRW-Ministerpräsident: Hendrik Wüst laut Armin Laschet ein „Macher“

Laschet habe Wüst in der CDU-Sondersitzung als vorausschauend denkenden, klug handelnden Politiker empfohlen, erfuhr die dpa aus Teilnehmerkreisen. Demnach sagte Laschet: „Gefragt ist jetzt ein Macher. Das ist er.“ Für den Personalvorschlag habe es viel Zustimmung gegeben. Am Dienstagabend äußerten sich Laschet und Wüst nach der Sondersitzung in Düsseldorf zu der Entscheidung. Laschet lobte Wüsts Leistungen als Verkehrsminister und seine Qualitäten als „Macher“. Für sein junges Alter habe er schon „jede Menge politische Erfahrung.“ Laschet lobte Wüst als „Macher“, der Tempo bei Planungsverfahren und dem Ausbau der Infrastruktur gemacht habe. Wüst habe auch eine nachhaltige klimaschonende Verkehrspolitik von Anfang an mit im Blick gehabt. „Er ist jemand, der mitten im Leben steht“, sagte Laschet über den Familienvater und Münsterländer. 

Hendrik Wüst blickt schon auf NRW-Landtagswahl 2022

Hendrik Wüst bedankte sich bei seiner Partei für das Vertrauen. „Ich bin ein Kind dieses Landes“, erklärte Wüst. „Unsere Heimat liegt mir am Herzen“ betonte er. „Dem Zusammenhalt von Land und Leuten fühle ich mich persönlich verpflichtet.“ Er wolle mit ganzer Kraft in den Dienst für das Land und seine Menschen gehen.

Wüst sieht sich nicht nur als Übergangsministerpräsident, sondern rechnet sich Chancen für den Sieg der CDU bei der Landtagswahl im Mai 2022 aus. Er sei „fest entschlossen“, die gemeinsame Arbeit der CDU/FDP-Regierung auch „in den kommenden Jahren fortzusetzen“. Er beschwor die Geschlossenheit auch der NRW-CDU nach der Niederlage bei der Bundestagswahl. „Die CDU in Nordrhein-Westfalen ist ein starkes Team, die CDU Nordrhein-Westfalen bleibt ein starkes Team.“

Hendrik Wüst soll am 27. Oktober zum Ministerpräsidenten gewählt werden

Nach der konstituierenden Sitzung des Bundestages könnte ein Termin für die Wahl zum neuen NRW-Ministerpräsidenten schon am 27. Oktober stattfinden. CDU-Fraktionschef Bodo Löttgen gab am Dienstagabend bekannt, dass dieser Termin angestrebt werde. Der Koalitionspartner FDP habe bereits Zustimmung zu dem Vorgehen signalisiert.

Als einer der ersten hatte FDP-Chef Christian Lindner auf Twitter auf die Personalie reagiert: „Den designierten neuen Ministerpräsidenten von NRW, Hendrik Wüst, kenne ich seit vielen Jahren. Ein fairer Partner, der offen ist für liberale Ideen. An die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Koalition von @CDUNRW_de und @fdp_nrw wird man mit ihm gut anknüpfen können.“ Weitere Reaktionen aus der Politik zur Personalie Wüst in NRW folgten.

Der neue Ministerpräsident muss vom Düsseldorfer Landtag gewählt werden. Über die neue Parteispitze wird am 23. Oktober ein Landesparteitag in Bielefeld entscheiden. (dpa/sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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