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Boosterimpfung in NRW: Ministerium räumt Anlaufprobleme ein

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In Bochum haben die Boosterimpfungen gegen Corona begonnen.
Boosterimpfungen sind in NRW derzeit heiß begehrt (Symbolbild). © Fernando Vergara/dpa

Weil es in den Arztpraxen in NRW derzeit voll ist, bekommt nicht jeder sofort seine Boosterimpfung. Das Ministeriumsieht das Bundesland inzwischen gut gewappnet.

Düsseldorf – Das NRW-Gesundheitsministerium hat Anlaufschwierigkeiten bei den Auffrischimpfungen eingeräumt. Aktuell seien die Arztpraxen saisonbedingt stärker ausgelastet, vor allem durch viele Grippeschutzimpfungen und Patienten mit Infekten und Erkältungen, sagte ein Sprecher des Ministeriums der Rheinischen Post (Mittwoch) in Düsseldorf. Gleichwohl hätten die niedergelassenen Ärzte „ihre Aktivitäten zur Durchführung von Covid-19-Impfungen in den vergangenen Tagen und Wochen wieder deutlich ausgebaut“.

Boosterimpfung: Mehr Ärzte impfen wieder in Praxen

Die Zahl der gegen Corona impfenden Praxen sei wieder deutlich gestiegen. Sie liegt laut Gesundheitsministerium nun landesweit bei etwa 7000. Mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie den koordinierenden Impfeinheiten sei das Land gut für die auffrischenden sogenannten Booster-Impfungen gewappnet. Im Vergleich zu der früheren und inzwischen eingestellten Struktur mit den großen Impfzentren sei man nun „dezentraler und damit wohnortnäher organisiert“, sagte der Sprecher. „Damit ist eine für die flächendeckende Impfung der Bevölkerung erforderliche Niedrigschwelligkeit sichergestellt.“

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hatte zuletzt beklagt, dass sich zunehmend Menschen mit Pflegebedarf meldeten, die mit den Booster-Impfungen auf das kommende Jahr vertröstet würden.

Boosterimpfung: Bestellung dauerte bisher 14 Tage

Das Ministerium wies der Zeitung zufolge darauf hin, dass die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die flächendeckende Impf-Auffrischungen von Personen ab 70 Jahren sowie für mit Johnson&Johnson geimpfte Menschen erst seit „vergleichsweise kurzer Zeit“ vorliege. Die Vorläufe für die Bestellungen der Impfstoffe betrug bislang 14 Tage. Es sei daher nicht möglich gewesen, unmittelbar auf die durch die Stiko-Empfehlung ausgelöste starke Nachfrage zu reagieren. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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