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„Die Landesregierung produziert ein Chaos“ – NRW wegen Corona-Booster in der Kritik

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Hendrik Wüst
Vor allem Regierungschef Hendrik Wüst steht wegen seiner Kommunikation in der Kritik. (Symbolbild) © David Young/dpa

Aufgrund des Hin und Her bei den Corona-Boosterimpfungen steht die NRW-Landesregierung massiv in der Kritik. Patientenschützer werfen Hendrik Wüst Populismus vor.

Dortmund – Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Ministerpräsident Hendrik Wüst für die Kommunikation zu den Corona-Boosterimpfungen in Nordrhein-Westfalen scharf kritisiert. „Die Landesregierung produziert ein Chaos“, sagte Vorstand Eugen Brysch am Mittwoch.

Er sieht dabei insbesondere den Regierungschef in der Verantwortung, dessen Äußerung zutiefst populistisch gewesen sei. Eine Mindestspanne von lediglich vier Wochen zwischen Zweitimpfung und der Auffrischungsimpfung habe weder aus medizinischer noch virologischer Sicht einen Rückhalt, betonte der Patientenschützer.

Kritik Booster-Impfung NRW: Wüst hat falsche Erwartungen geweckt

Wüst habe mit seinen Äußerungen Erwartungen geweckt, die auch gar nicht erfüllt werden könnten. Brysch forderte von der NRW-Landesregierung Maßnahmen, wie Infektionsketten in den Pflegeheimen ausgeschlossen werden können und ein Konzept, wie auf die neue Omikron-Variante reagiert werde.

„Populismus ist in jeder Hinsicht Gift“, unterstrich Brysch und fügte hinzu: Insbesondere den Populisten gegenüber, den Corona-Leugner und Impfgegner, könne man nicht mit Populismus ankommen. „Das endet in einem Desaster der Kommunikation.“

Corona NRW: Landesregierung ändert Untergrenze für Booster-Impfungen zweimal in zwei Tagen

Die Landesregierung hatte am Montag in einem Erlass an die Kommunen überraschend eine Untergrenze von lediglich vier Wochen für die Auffrischungsimpfungen eingeführt. Dies sei nicht als Empfehlung zu verstehen, erklärte Wüst am Dienstag. Wer allerdings frühestens vier Wochen nach der Zweitimpfung zum Boostern komme, werde auch nicht weggeschickt.

Mit einem neuen Erlass des Gesundheitsministeriums ist der Mindestabstand nun jedoch auf vier Monate festgelegt worden. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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