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NRW führt Corona-Impfung für Schwangere und Stillende ein – doch nicht überall

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Der Eingang zum Kölner Impfzentrum.
Der Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums gilt nur direkt für die Impfzentren und die mobilen Impfangebote. (Symbolbild) © Christoph Hardt/Imago

Das NRW-Gesundheitsministerium hat angekündigt, dass von nun an auch Schwangere und Stillende gegen Corona geimpft werden können. Der Erlass gilt aber nicht für überall.

Düsseldorf – Nach der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Schwangere und Stillende hat das NRW-Gesundheitsministerium die Impfzentren im Bundesland aufgefordert, entsprechende Angebote zu machen.

„Vor diesem Hintergrund können ab sofort in den Impfzentren sowie im Rahmen mobiler Impfangebote Impfungen von Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel sowie von Stillenden erfolgen“, heißt es in einem am Dienstagabend veröffentlichten Erlass. Der Erlass ist bindend.

Ständigen Impfkommission (STIKO)

Die Stän­dige Impf­kom­mis­sion (STIKO) ist eine ehrenamtliche und unabhängige Expertengruppe des Robert Koch-Instituts (RKI). Das Team aus aktuell 18 Personen gibt Impf­em­pfehl­ungen für die Bundesrepublik Deutsch­land heraus. Dafür orientiert sich die STIKO „an den Kriterien der evi­denz­basierten Me­dizin“ und achtet nicht nur auf den Nutzen für die Einzelperson, sondern auch die komplette Bevölkerung.

Üblicherweise tagt die STIKO zweimal im Jahr und veröffentlicht einmal im Jahr seine Empfehlungen im „Epidemiologischen Bulletin“ des RKI. Im Zuge der Corona-Pandemie kommt die Expertengruppe zurzeit aber deutlich häufiger zusammen und erlanget dadurch auch eine gewisse Bekanntheit.

Corona-Impfung in NRW: Schwangere und Stillende sollen nur mRNA-Impfstoff erhalten

Die Stiko hatte sich für Impfungen für die beiden Gruppen von Frauen mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs ausgesprochen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am vergangenen Freitag mitgeteilt hatte. Zuvor galt eine Impfempfehlung nur für Schwangere mit Vorerkrankungen oder einem erhöhten Ansteckungsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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