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Flutkatastrophe: Laschet spricht von Schäden „wie nach dem Zweiten Weltkrieg“

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Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Bundesvorsitzender und Kanzlerkandidat der CDU, besucht im Rahmen einer Reise in die Hochwassergebiete Müllberge von der Unwetterkatastrophe an der Gedenkstätte Vogelsang.
Armin Laschet hat sich bei einer Gedenkstunde nochmal zur Flutkatastrophe geäußert. (Archivbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Nach der Flutkatastrophe seien in NRW Aufbauarbeiten „wie nach dem Zweiten Weltkrieg“ nötig, wie Armin Laschet am Mittwoch bei einer Gedenkstunde sagte.

Köln – Fast zwei Monate ist es nun her, dass viele Menschen in Rheinland-Pfalz und NRW durch die Flutkatastrophe Autos, Häuser oder ganze Grundstücke verloren haben – die Schäden wirken bei den Betroffenen bis heute nach. Der Wiederaufbau wird noch eine ganze Weile dauern – und eine Menge Mühe in Anspruch nehmen, wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch bei einer Gedenkstunde im Düsseldorfer Landtag erklärte.

Armin Laschet: 13,7 Millionen Euro bei „NRW hilft“ zusammengekommen

„Eine solche Aufbauleistung haben wir zuletzt im Zweiten Weltkrieg bewältigen müssen“, so der CDU-Kanzlerkandidat. Die amtierende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe zu Recht von einem „langen Atem“ gesprochen, den man dafür brauche, sagte Laschet. „Auch wenn die Scheinwerfer weg sind, auch wenn keiner mehr berichtet“, müsse man weiter da sein und dürfe die Menschen im Flutgebiet nicht vergessen.

Dass die Flutopfer in den Gedanken der Menschen in ganz Deutschland jedoch noch immer eine Rolle spielen, verdeutlicht die Tatsache, dass bei der vom Land initiierten Aktion „NRW hilft“ bislang 13,7 Millionen Euro an Spenden zusammen gekommen sind. „Das ganze Land hat Anteil genommen“, sagte Laschet mit Blick auf „NRW hilft“ sowie zahlreiche weitere Spendenaktionen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte wenige Tage nach der Flutkatastrophe die Spendenaktion begonnen. Sie wird von Wohlfahrtsverbänden und Hilfsorganisationen getragen und vom Deutschen Roten Kreuz koordiniert.

Armin Laschet mit Appell bei Gedenkstunde„Wir müssen besser werden im Warnen“

Zudem sprach Laschet bei der Gedenkstunde über die Lehren, die man aus der Katastrophe ziehen könne – und kündigte Konsequenzen an. „Wenn in Sekunden Wasser da ist, hilft die beste Warnung nicht. Aber wir müssen besser werden im Warnen“. Man wisse, dass Unwetterereignisse wie Starkregen und Dürre „die Folgen des Klimawandels sind.“ Solche Ereignisse würden in den kommenden Jahren „aller Voraussicht nach weiter zunehmen“.

Laschet verwies auf die US-amerikanische Stadt New York, die vergangene Woche von einer Sturzflut betroffen war. „Solche Fluten können jeden Ort treffen“, betonte er. „Darum kommt auch der Anpassung an die Folgen des Klimawandel eine besondere Bedeutung zu.“ (mo mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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