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Wüst zur zerstörten Infrastruktur in NRW: Tempo jetzt entscheidend

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Hendrik Wüst (CDU), Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während eines Pressetermins am Flughafen Köln/Bonn.
NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hält es für relevant, dass der Wiederaufbau der Infrastruktur nach der Flutkatastrophe schnell voranschreitet. (Symbolbild) © Marius Becker/dpa

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hält die Umsatzgeschwindigkeit beim Wiederaufbau der zerstörten Straßen und Schienen für entscheidend.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Für Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) kommt es nun auf einen schnellen Wiederaufbau der Infrastruktur nach der Hochwasserkatastrophe an. „Am Geld wird es nicht mangeln, aber die Umsetzungsgeschwindigkeit ist jetzt das relevante“, sagte Wüst am Morgen im WDR5 Morgenecho nach den Zerstörungen bei Straßen und Schienenverkehr. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, seien 600 Kilometer Gleise durch die Flutkatastrophe zerstört worden. Nach Ausfällen und Verspätungen durch Wasserschäden gibt es beim Fernverkehr inzwischen jedoch Fortschritte.

Flutkatastrophe in NRW: Stellen auf A1 beschädigt – Bohrungen notwendig

Erste Reparaturen laufen an, sagte der Verkehrsminister. Wichtiger aber sei, dass die Prüfingenieure jetzt schauen, ob es substanzielle Schäden gibt. „An einigen Stellen der A1 kommt das Wasser von unten durch die Fahrbahn, das sah eigentlich völlig unbeschädigt aus. Aber Sie können jetzt nicht einfach Verkehr darauf lassen. Da müssen Bohrungen gemacht werden, um zu schauen, ob es Hohlflächen gibt.“

NRW: Arbeiten ziehen sich über Monate hin – Wüst hält sich mit konkreter Aussage über Zeitraum zurück

Die Arbeiten zur Infrastruktur werden sich sicherlich noch über Wochen und Monate hinziehen. Einen genauen Zeitpunkt wollte der Verkehrsminister nicht nennen, bevor nicht alle Schäden analysiert seien. Die erste Aufgabe des Landes sei es gewesen, den Helfern den Weg zum Einsatzort freizuräumen. Mit Schneeflügen seien die Straßen freigeräumt worden, sagte NRW-Verkehrsminister Wüst.

Übrigens wird der gesamte Wiederaufbau der betroffenen Krisengebiete Jahre dauern. Dies sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet in einer Fernsehansprache. Neben dem hohen Kosten- und Zeitaufwand gibt es jedoch weitere Hürden, die dabei zu bedenken sind. Alexander Handschuh vom Deutschen Städte- und Gemeindebund zufolge könnte etwa der Personalmangel in den Bauämtern und die Engpässe auf dem Rohstoffmarkt bei Holz und Stahl den Wiederaufbau in die Länge ziehen.

Hochwasserkatastrophe in NRW: Autobahnen 1 und 61 sind derzeit noch gesperrt

Nach der Hochwasserkatastrophe sind in Nordrhein-Westfalen derzeit noch die Autobahnen 1 und 61 von Sperrungen betroffen. Nach Angaben der Autobahn GmbH für das Rheinland ist die A1 zwischen Köln-West und Dreieck Erfttal in Richtung Koblenz nicht befahrbar, ebenso in Richtung Dortmund zwischen Erfttal und Hürth, die A61 ist in beide Fahrtrichtungen zwischen Kerpen und Meckenheim gesperrt.

Überflutungen in NRW: Bahnverkehr weiter eingeschränkt – Fortschritte beim Fernverkehr

Im Bahnverkehr gibt es nach wie vor Probleme auf rund 30 Linien im Nah- und Regionalverkehr im Siegerland, rund um Hagen und in der Eifel. Im Fernverkehr hat sich die Lage deutlich entspannt. Nach Angaben der Deutschen Bahn ist Brüssel wieder an das ICE-Netz angebunden, ebenso erreicht der Fernverkehr wieder Bonn. Auch halten Züge aus Hamburg vereinzelt wieder in Düsseldorf. Berlin-Reisen aus Richtung Düsseldorf und Köln sind bereits seit mehreren Tagen wieder möglich. (nb mit dpa/lnw)

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Dieser Artikel wurde am 20. Juli aktualisiert. Neuerung: Probleme auf der Autobahn 1 und 61 sowie beim Bahnverkehr.

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