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NRW: „Gefahr der Radikalisierung“ – Wüst warnt vor Corona-Impfgegnern

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Von: Oliver Schmitz

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht in der Staatskanzlei.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst © Rolf Vennenbernd/dpa

Hendrik Wüst sieht bei Impf-Gegnern die Möglichkeit der weiteren Radikalisierung. Deshalb spricht der NRW-Ministerpräsident eine klare Warnung an Demo-Teilnehmer aus.

Düsseldorf – In ganz Nordrhein-Westfalen* mehren sich derzeit die Demonstrationen gegen die geplante Corona-Impfpflicht. Dies bereitet der Landesregierung* zunehmend Sorgen. Für Ministerpräsident Hendrik Wüst* besteht bei den Teilnehmern eine „Gefahr der Radikalisierung“, wie er auf der Landespressekonferenz am Donnerstag (13. Januar) erklärte. Diese käme vor allem „von rechts“. Insgesamt würde die Aggressivität weiter zunehmen. Deshalb sprach er anschließend auch eine deutliche Warnung an alle Demo-Teilnehmer aus.

NRW: Wüst spricht Warnung an Corona-Demonstranten aus – führt zu „gesellschaftlichen Verwerfungen“

Hendrik Wüst fordert die Demo-Teilnehmer auf, sich nicht „vor den Karren“ von Verschwörungstheoretikern, Verfassungsfeinden und Rassisten spannen zu lassen. In NRW habe es in den vergangenen vier Wochen rund 700 solcher Versammlungen mit rund 100.000 Teilnehmern gegeben, sagte der Regierungschef vor Journalisten in Düsseldorf*.

Das Phänomen der sogenannten Spaziergänge sei in Stadt und Land zu beobachten. „Man kann die Spannung im Land förmlich spüren.“ Schon zu Beginn der Pandemie sei klar gewesen, dass Corona zu gesellschaftlichen Verwerfungen führen werde, sagte Wüst. Das sei in den vergangenen Tagen „real“ geworden. Natürlich gelte in der Demokratie das Demonstrationsrecht. Wüst appellierte aber an die Teilnehmer: „Passen Sie auf, mit wem Sie spazieren gehen.“ (os mit dpa) *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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