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NRW-Familienminister Stamp ist offen für Impfpflicht – „kann es mir vorstellen“

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Joachim Stamp gibt in der Staatskanzlei Auskunft darüber, wie wie es an Kitas und Schulen in der Corona-Krise weitergeht
Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp kann sich eine allgemeine Impfpflicht vorstellen (Archivbild). © picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd

Als einer der ersten FDP-Spitzpolitiker hat sich Joachim Stamp offen für eine allgemeine Impfpflicht gezeigt. Der NRW-Familienminister äußerte sich dazu bei „Hart aber fair“.

Düsseldorf – Der nordrhein-westfälische FDP-Chef und Familienminister Joachim Stamp hat sich als einer der ersten liberalen Spitzenpolitiker offen für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland gezeigt. „Ich persönlich kann es mir vorstellen, ja“, sagte Stamp nach mehreren Nachfragen von Moderator Frank Plasberg in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ am Montagabend (22. November). Stamp sagte, dass ein Verfassungsrechtler ihn am Wochenende überzeugt habe: „Es ist ja auch ein lernender Prozess von uns allen.“

FDP bisher gegen allgemeine Impfpflicht

Die FDP hatte zuletzt bei einer möglichen Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen Einlenken signalisiert. Eine allgemeine Impflicht wird von der Partei bisher nicht mitgetragen. So hatte die FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus kürzlich der Bild-Zeitung gesagt: „Die allgemeine Impfpflicht als Drohkulisse in den Raum zu stellen, hilft niemandem.“ Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer sagte im TV-Sender Bild am Sonntag zu einer allgemeinen Impfpflicht: „Wir halten sie für verfassungswidrig.“ 

In der Debatte um eine mögliche Corona-Impfpflicht hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst eine Prüfung durch den Ethikrat gefordert. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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