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NRW-Landtag: Sondersitzungen zur Flut und Explosion im Chempark Leverkusen

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Armin Laschet und Ursula Heinen-Esser bei einer Pressekonferenz.
Der NRW-Landtag kommt zu zwei Sondersitzungen zusammen (Symbolbild). © Deutzmann/IMAGO

Der NRW-Landtag kommt zu zwei Sondersitzungen zusammen. Heinen-Esser und Laschet sprechen über die Flutkatastrophe und die Explosion im Chempark Leverkusen.

Düsseldorf – Der nordrhein-westfälische Landtag kommt am Montag gleich zu zwei Sondersitzungen zusammen. Zunächst wird es im Umweltausschuss (11 Uhr) um die Flutkatastrophe und um den Brand in einer Sondermüllverbrennungsanlage des Chemieparks Leverkusen gehen. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) wird die Fraktionen über die jüngsten Erkenntnisse informieren und ihnen Rede und Antwort stehen. Am Nachmittag (14 Uhr) unterrichtet dann Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) das Plenum über Soforthilfe und den Wiederaufbau nach dem Jahrhundert-Unwetter. Laschet, der auch CDU-Chef und Kanzlerkandidat der Union ist, hat bereits einen „nationalen Kraftakt“ gefordert.

Unwetter in NRW: Flutschäden in Milliardenhöhe

Bei der Unwetterkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz waren Mitte Juli mehr als 180 Menschen gestorben, darunter allein 47 in NRW. Hinzu kamen enorme Sachschäden. Zudem geht die Landesregierung hier von Sachschäden in zweistelliger Milliardenhöhe aus.

Vor Eintritt in die Tagesordnung wird der Landtag bei einer Schweigeminute innehalten und der Opfer der Katastrophe gedenken. Laschet hatte mit dem Antrag auf unverzügliche Einberufung des Landtags von einem Recht in der Verfassung Gebrauch gemacht. Am Dienstag wird es eine weitere Sondersitzung in der parlamentarischen Sommerpause zur Corona-Pandemie geben.

Explosion in Leverkusen: Brand im Chempark

In Leverkusen waren am vorletzten Dienstag bei einer gewaltigen Detonation und einem Brand mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, rund 30 wurden verletzt. Die Ursache für die Explosion und den Brand ist bislang noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zur Katastrophe führten. (jaw/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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