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NRW: Wer hat die Wahl gewonnen? Hendrik Wüst nicht sicher Ministerpräsident

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Oliver Schmitz

Landtagswahl NRW: Hendrik Wüst (CDU) oder Thomas Kutschaty (SPD) – wer wird Ministerpräsident? CDU ist Wahlsieger, doch eine Regierung ohne sie wäre möglich.

Update 16. Mai, 14:43 Uhr: Die Landtagswahl in NRW ist vorbei, die CDU mit rund 35,7 Prozent der deutliche Sieger vor der SPD mit „nur“ 26,7 Prozent. Somit scheint die Wiederwahl von Hendrik Wüst als Ministerpräsident nur noch Formsache – oder doch nicht? Tatsächlich könnt es auch noch zum ganz großen Paukenschlag kommen, der SPD-Kandidat Thomas Kutschaty trotz Wahlklatsche in die Staatskanzlei befördern würde. Denn eine Landesregierung ohne CDU wäre immer noch möglich. Die Lösung: eine Ampel-Koalition mit den Grünen und der FDP.

Das scheint zwar aktuell eher unwahrscheinlich, sowohl SPD als auch FDP nun Platz für Schwarz-Grün machen. Doch sollten die Diskrepanzen zwischen Grünen und CDU zu groß sein, könnte es tatsächlich doch noch dazu kommen. Denn Kutschaty zeigte sich auch am Tag nach der Wahl offen für Ampel-Gespräche in NRW.

Landtagswahl NRW: Vorläufige amtliche Endergebnis im Überblick

ErststimmeZweitstimmeSitzverteilung
CDU36,6 %35,7 %76, davon 6 Überhangmandate
SPD29,4 %26,7 %56, davon 4 Ausgleichsmandate
Grüne17,8 %18,2 %39, davon 3 Ausgleichsmandate
FDP5,5 %5,9 %12, kein Ausgleichsmandat
AfD5,2 %5,4 %12, davon 1 Ausgleichsmandat
Die Linke2,3 %2,1 %Kein Landtag-Einzug
Andere3,4 %6,1 %Kein Landtag-Einzug

NRW Wahl: Hendrik Wüst der Sieger – doch Kutschaty kann noch Ministerpräsident werden

Update, 22:25 Uhr: Im Zuge der immer klarer werdenden Wahl-Ergebnisse in Nordrhein-Westfalen rückt nun die große Frage der neuen Regierungs-Koalition in den Fokus. Und damit auch die Frage nach dem zukünftigen Ministerpräsidenten. Als Wahlsieger hat die CDU und somit Spitzenkandidat Hendrik Wüst die besten Chancen erneut in die Düsseldorfer Staatskanzlei einzuziehen. Jedoch ist das noch lange nicht in Stein gemeißelt. Theoretisch könnte es auch eine Ampel-Koalition unter SPD-Führung geben. Dadurch würde Thomas Kutschaty trotz Wahl-Niederlage zum neuen Regierungschef in NRW.

Die in der NRW-Bevölkerung beliebteste Regierungs-Konstellation „Rot-Grün“ bestehend aus SPD und Grüne wird aber aller Wahrscheinlichkeit nicht kommen. Die Koalition hätte nach aktuellem Stand keine Mehrheit im Landtag.

Landtagswahl NRW 2022: Alle Wahlkreis-Ergebnisse im Überblick

Landtagswahl NRW: Die CDU gewinnt mit großem Abstand – Wüst mit guten Chancen auf Staatskanzlei

Update, 19:23 Uhr: Nach den ersten Hochrechnungen festigt sich das Bild der ersten Prognose zur NRW-Wahl. Die CDU liegt mit rund 35 Prozent weiterhin klar vor der SPD mit 27 Prozent. Die Grünen werden mit circa 18 Prozent wohl Dritter. AfD und FDP liegen zwar nur knapp über 5 Prozent, scheinen aber den Landtag-Einzug zu schaffen. Die Linke bleibt mit 2 Prozent draußen. Hendrik Wüst hat die CDU und sich deshalb zum klaren Wahlsieger erklärt und sieht den Regierungsauftrag bei sich. Die SPD zeigt sich aber offen für Koalitionsgespräche.

Update, 18:04 Uhr: Die erste Prognosen zur Landtagswahl in NRW ist da. Die CDU liegt dabei klar vorne, womit Hendrik Wüst derzeit gute Chancen weiter NRW-Ministerpräsident zu bleiben. Die SPD von Thomas Kutschaty scheint somit der Wahlverlierer zu werden.

NRW-Wahl: Hier haben Wüst und Kutschaty abgestimmt

Update vom 15. Mai, 11:40 Uhr: Am Sonntagvormittag waren die beiden Spitzenkandidaten der SPD und der CDU, Thomas Kutschaty und Hendrik Wüst, bereits wählen. Thomas Kutschaty (SPD) postete auf Twitter ein Foto mit seiner Frau in einem Wahllokal in Essen. Hendrik Wüst (CDU) ging mit seiner Frau in seiner Heimatstadt Rhede in ein Wahllokal. Er schob seine einjährige Tochter Philippa in einem Kinderwagen vor sich her. Bald wird sich nun entscheiden, ob Wüst weiterhin Ministerpräsident bleiben wird. Umfragen zeigen zumindest, dass es ein knappes Rennen zwischen CDU und SPD werden könnte.

IDZRW-Montage: Links Thomas Kutschaty, rechts Hendrik Wüst und im Hintergrund eine NRW-Flagge.
Thomas Kutschaty (SPD, l.) will NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bei der kommenden Landtagswahl ablösen. (IDZRW-Montage) © dpa/Rolf Vennenbernd (2) & Caroline Seidel-Dißmannel/dpa

Landtagswahl NRW: Wer wird neuer Ministerpräsident?

Düsseldorf – Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Am 15. Mai 2022 entscheidet sich bei der Landtagswahl in NRW nicht nur, wer in den Landtag einzieht, sondern auch indirekt, wer der neue Ministerpräsident im Westen wird. Hendrik Wüst (CDU) und Thomas Kutschaty (SPD) haben sich für die Führung der Landesregierung beworben. Laut Umfragen soll es knapp werden. Wer auf Basis der Prognose, Hochrechnungen oder Ergebnisse zur Landtagswahl in NRW letztlich als Sieger hervorgehen könnte, begleitet 24RHEIN im Live-Ticker.

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022
Was?Volkswahl zum 18. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen
Datum15. Mai 2022
OrtNordrhein-Westfalen, Deutschland

Landtagswahl NRW 2022: Ministerpräsident-Kandidaten im Überblick – Wüst vs. Kutschaty

Für die Landtagswahl in NRW gibt es viele Spitzenkandidaten, jedoch wurden und werden davon nur zwei als wirkliche Bewerber für das Amt des Ministerpräsidenten angesehen: Hendrik Wüst von der CDU und Thomas Kutschaty von der SPD. Allen weiteren Spitzenkandidaten der größeren Parteien Grüne, FDP, AfD und Linke wird keine wirkliche Chance zugesprochen, nach der NRW-Landtagswahl das Amt des Ministerpräsidenten zu ergreifen.

Landtagswahl NRW 2022: Wüst vs. Kutschaty – Umfragen sehen knappes Ministerpräsident-Rennen

In Umfragen zur Ministerpräsidenten-Frage hatte Thomas Kutschaty gegenüber Amtsinhaber Hendrik Wüst in den letzten Wochen und Monaten immer mehr aufholen können. Während der SPD-Kandidat im Februar noch ganze 16 Prozent hinter Wüst lag, sieht das Bild in der jüngsten ZDF-Befragung vom Freitag (12. Mai) ganz anders aus. Zwar liegt Wüst mit 40 Prozent noch in der Direktwahl-Frage vorne, jedoch kommt Herausforderer Kutschaty nun selbst auf 35 Prozent. Der CDU-Kandidaten kann also nicht wirklich vom Amtsbonus profitieren. 19 Prozent sind unentschlossen, 6 Prozent wollen weder noch.

Klar ist jedoch, dass sich bis zum und auch am Wahltag selbst noch viel tun kann. Denn rund 34 Prozent der Befragten gaben in der ZDF-Umfrage an, dass sich noch nicht wissen, wen oder ob sie wählen gehen. (os mit dpa) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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