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NRW: Joachim Stamp stellt sich als Ministerpräsident zur Verfügung – „wenn nötig“

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Joachim Stamp (FDP), stellvertretender Ministerpräsident in NRW
Joachim Stamp ist aktuell stellvertretender Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. © Federico Gambarini/dpa

NRW-Vizeministerpräsident Joachim Stamp hat angeboten, das Amt des Regierungschefs zeitweise übernehmen zu können. Damit möchte er der CDU aushelfen.

Düsseldorf – In der CDU-internen Diskussion um die Nachfolge Armin Laschets als Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen hat Vize-Landesregierungschef Joachim Stamp (FDP) übergangsweise seine Dienste angeboten. „Selbst wenn die CDU für ihren internen Klärungsprozess noch etwas Zeit braucht, wird das Land nicht führungslos sein. Ich dränge mich nicht danach, würde aber wenn nötig die Verantwortung für einen überschaubaren Zeitraum von einigen Wochen übernehmen“, teilte der FDP-Politiker am Montag mit.

Armin Laschet kehrt NRW den Rücken

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hatte bereits vor der Bundestagswahl angekündigt, er werde unabhängig vom Ausgang der Wahl in Berlin bleiben. Nun hat er über die NRW-Landesliste ein Bundestagsmandat gewonnen und würde mit der konstituierenden Sitzung des Bundestages am 26. Oktober Abgeordneter in Berlin. Nimmt er das Mandat an, kann er laut Landesverfassung jedoch nicht länger Ministerpräsident bleiben.

Neuer Ministerpräsident für NRW: Stamp und FDP ohne Präferenz

Stamp stellte zudem dem Koalitionspartner CDU weitere Kooperation seiner Fraktion auch nach dem Ausscheiden Laschets aus dem Amt des Ministerpräsidenten in Aussicht: „Wir haben in Nordrhein-Westfalen eine starke Regierung, die nicht von einer Person abhängt“, betonte der Familienminister.

Obwohl die schwarz-gelbe Koalition im NRW-Landtag nur mit einer Stimme Mehrheit regiert, sei in nun fast viereinhalb Jahren nicht eine Abstimmung verloren gegangen. „Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit werden wir auch mit dem Nachfolger von Armin Laschet fortsetzen.“

Er erwarte, dass die CDU zunächst ihre Personalentscheidungen kläre und dann mit der FDP über das weitere Vorgehen berate. „Wir haben zu den Kandidaten, die infrage kommen, ein gutes Vertrauensverhältnis“. Entscheidend für die Liberalen in NRW, sei, dass man sich über die Landtagswahl hinaus für Themen wie Bildung, Digitalisierung und innovativen Klimaschutz verabrede. „Der zukünftige Ministerpräsident sollte mit uns gemeinsam für Fortschritt und Aufbruchstimmung stehen“, erklärte Stamp.

NRW sucht neuen Ministerpräsident: Das sind die Top-Kanidaten für Laschet-Nachfolge

Auch wenn Laschet vorerst weiter NRW-Ministerpräsident bleiben will, ist der Kampf um seine Nachfolge bereits entbrannt. Zurzeit gibt es gleich vier aussichtsreiche Kandidaten. Die finale Entscheidung könnte womöglich erst auf dem Landesparteitag der CDU am 23. Oktober in Bielefeld getroffen werden. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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