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„Zukünftige Mann der CDU in NRW“ – Laumann will Wüst als neuen Ministerpräsident

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Karl-Josef Laumann (Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Politiker, CDU) mit Hendrik Wüst (Verkehrsminister Nordrhein-Westfalen, Politiker, CDU) im Landtag
Karl-Josef Laumann (l.) gilt als großer Unterstützer von Hendrik Wüst (r.). © Deutzmann/dpa

Wird Hendrik Wüst der neue Ministerpräsident von NRW? Wenn es nach Karl-Josef Laumann geht, auf jeden Fall. Ina Scharrenbach scheint aufgrund eines Fakts nun chancenlos.

Rheine – Im Kampf um das Amt des neuen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen scheint sich Hendrik Wüst als großer Favorit herauszukristallisieren. Als erster Spitzenpolitiker der NRW-CDU hat sich Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann klar für Verkehrsminister als Nachfolger Armin Laschet ausgesprochen.

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Wüst solle „der zukünftige Mann der CDU in Nordrhein-Westfalen“ werden, sagte Laumann am Samstag in einer Videobotschaft bei der Landesdelegiertenkonferenz der Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Rheine. Die Posten des CDU-Landesvorsitzenden, des Ministerpräsidenten und des Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl im kommenden Jahr gehörten in eine Hand. Er werde sich dafür einsetzen, „dass es so kommt“, sagte Laumann.

Wüst war in Rheine als Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der nordrhein-westfälischen CDU bestätigt worden, womit er klar die Unterstützung des Arbeitnehmerflügels der CDU hat. Er gilt generell als Favorit für die Nachfolge Laschets, weil er bereits Landtagsabgeordneter ist. Ein Landtagsmandat ist Voraussetzung für die Wahl zum Ministerpräsidenten. Wüst‘ ärgste Konkurrentin Ina Scharrenbach fehlt eben genau dieses Amt, weshalb sie erst mit der neuen Landtagswahl Ministerpräsident werden könnte.

Hendrik Wüst

Seit 2017 ist Hendrik Wüst Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Der 46-Jährige stammt gebürtig aus Rhede in Westfalen und war Rechtsanwalt. Wüst ist seit 1990 in der Politik und war zunächst jahrelang in der Jungen Union aktiv, deren Landesvorsitz in NRW er von 2000 bis 2006 innehatte. Danach wurde er CDU-Generalsekretär in NRW und später wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Armin Laschet berief ihn am 30. Juni 2017 als Verkehrsminister für NRW in sein Kabinett. Mit 52,9 Prozent der Erststimmen gewann er zudem auch das Direktmandat in seinem Wahlkreis Borken I und verfügt dadurch über ein Landtagsmandat.

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Wüst rief die CDU auf, mehr eigenes Profil zu entwickeln. „Wir müssen uns wieder zutrauen, dem Zeitgeist nicht nur hinterherzulaufen, sondern ihn auch zu prägen“, sagte er in Rheine. Die Wähler wollten bei der CDU Richtung und Haltung erkennen. Die gesellschaftliche Mitte müsse ihre Werte verteidigen, „gegen die Hetze von rechts genauso wie gegen die Verbote von links“. Er rief die CDU zu Geschlossenheit auf. „Nur wenn wir einig sind, können wir gemeinsam durchstarten“, sagte er.

Die Würfel für die Nachfolge Laschets sollen nach den Planungen der Landes-CDU in der kommenden Woche fallen. Laschet werde das Verfahren moderieren und seinen Personalvorschlag „nach dem Wochenende“ bekannt geben, hatte CDU-Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen gesagt. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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