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NRW will Ortskräfte und Frauen aus Afghanistan aufnehmen

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Eine Flagge mit dem Landeswappen von Nordrhein-Westfalen weht vor der Staatskanzlei in Düsseldorf.
Das Land NRW will 1800 Menschen Schutz bieten (Symbolbild). © Rolf Vennenbernd/dpa

Das Land Nordrhein-Westfalen will Menschen aus Afghanistan aufnehmen. 1000 Plätze sollen für Frauen zur Verfügung stehen.

Düsseldorf – Nach der Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan will Nordrhein-Westfalen 1800 Menschen aus dem Land aufnehmen. Es geht hierbei um 800 Plätze für Ortskräfte, die in den vergangenen Jahren dort für Deutschland gearbeitet haben. 1000 weitere Plätze sollen vornehmlich Frauen offenstehen, die in den Bereichen Bürgerrechte, Menschenrechte, Kunst und Journalismus arbeiten und die besonders bedroht sind, wie die Tageszeitung Rheinische Post berichtete. Auch Familienangehörige gehören dazu.

NRW: Armin Laschet will „schnelles humanitäres Handeln“

„Neben den Ortskräften sind mutige und engagierte Frauen großen Gefahren durch die Taliban ganz besonders ausgesetzt“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Ihre Notsituation erfordere schnelles humanitäres Handeln. „Wir haben diese Frauen und ihre besonders extreme Gefährdung im Blick“, so der CDU-Politiker. „Wir haben bereits Vorsorge getragen, dass unsere Unterkünfte sofort bereit sind für diesen Akt der Humanität.“

Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) sagte, es gebe eine Verantwortung, von Tod, Folter und Vergewaltigung in Afghanistan bedrohten Frauen Schutz zu ermöglichen. „Es braucht jetzt schnelle internationale Solidarität, um das Menschenleben der Frauen vor der barbarischen Rache der Taliban zu schützen.“ (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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