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NRW-Wahl: Geschlossenes Wahllokal wegen fehlendem Schlüssel? Stadt Köln dementiert

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Von: Max Müller

Die Tür zum Kundenzentrum der Stadt Köln am Laurenzplatz in der Innnenstadt steht offen.
Am Wahlsonntag blieb die Tür zum Kölner Kundenzentrum am Laurenzplatz zunächst verschlossen. (Archivbild) © Eduard Bopp/Imago

In der Kölner Innenstadt sei die Stimmabgabe zur NRW-Landtagswahl 20 Minuten verzögert worden, berichtet Tag24. Eine Wahlpanne? Die Stadt dementiert diese Darstellung.

Köln – Wer bei der Landtagswahl in NRW seine Stimme bereits sehr früh abgeben wollte, stand vor verschlossenen Türen – zumindest in einem Wahllokal in der Kölner Innenstadt. Im Kundenzentrum der Stadt Köln am Laurenzplatz, wo Kölner an normalen Wochentagen zum Beispiel ihre neuen Personalausweise abholen, fehlte der Schlüssel. Die Türen blieben verschlossen. So berichtet es zumindest das Nachrichtenportal Tag24. Doch wie lange dauerte die Verzögerung?

NRW-Wahl: Fehlender Schlüssel sorgt in Kölner Wahllokal für Verzögerung

In dem Bericht heißt es: Erst um 8.07 Uhr sei ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit dem entsprechenden Schlüssel gekommen, um 8:09 Uhr war die Tür dann aufgeschlossen. Dennoch habe es noch bis 8:20 gedauert, eher die Wartenden ihre Stimme abgeben konnten. Denn: Die Wahlhelfer hätten erst noch einige Vorbereitungen treffen müssen.

Ein Sprecher der Stadt dementiert den Bericht gegenüber 24RHEIN. Es sei lediglich zu einer Verzögerung von fünf Minuten gekommen. Außerdem habe zu diesem Zeitpunkt vor der Tür lediglich ein Wähler gestanden, der unmittelbar nach dem Öffnen der Türe um 8:05 Uhr seine Stimme abgeben konnte. Grundsätzlich ist die Stimmabgabe in NRW zwischen 8 und 18 Uhr möglich. Die fünf Minuten Verspätung werden nicht „drangehangen“, weil um 18 Uhr landesweit alle Wahllokale schließen, betont der Sprecher.

Landtagswahl NRW: Kölner Wahlpanne erinnert an Bundestagswahl 2021

Wahlpannen haben in jüngster Vergangenheit immer wieder für großen Wirbel gesorgt, zuletzt 2021 in Berlin, als dort am 26. September die Bundestagswahl und die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gleichzeitig stattfand. Vor einigen der 2.257 Berliner Wahllokale in den 78 Wahlkreisen mussten Wähler sehr lange anstehen. Es fehlten zwischenzeitlich Stimmzettel, die Boten erst nachlieferten. Das führte zu Verzögerungen, teilweise konnten daher Stimmen erst lange nach 18 Uhr abgegeben werden. An einigen Stellen erhielten Wähler falsche Stimmzettel aus anderen Bezirken oder Wahlkreisen, die später als ungültig gewertet wurden. 

Auch die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen lief vor dem Wahlsonntag nicht pannenfrei ab. So hatten etwa 350 Menschen in Hürth (Rhein-Erft-Kreis) ihre beantragten Briefwahlunterlagen nicht erhalten. In Düsseldorf haben Wahlberechtigte hingegen ihre Briefwahlunterlagen sogar doppelt bekommen. (mm) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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