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Omikron: Streeck befürchtet „enorme Infektionswelle“ ‒ sinkende Zahlen im Frühjahr?

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Hendrik Streeck bei der lit.Cologne Veranstaltung Hotspot - über das Leben mit dem Coronavirus
Der Bonner Wissenschaftler Hendrik Streeck, hier bei einer „lit.Cologne“-Veranstaltung, wirbt für Auffrischungsimpfungen. © Christoph Hardt/Imago

Der Bonner Wissenschaftler Hendrik Streeck befürchtet eine Omikron-Infektionswelle ‒ erklärt aber auch einen möglichen, „schleichenden“ Ausweg aus der Pandemie.

Köln ‒ Die Omikron-Variante hat ganz Deutschland und somit auch NRW weiter im Griff ‒ Der Wissenschaftler Hendrik Streeck aus Bonn prognostiziert jedoch einen schrittweisen Ausweg aus der pandemischen Corona-Situation ‒ mit einer Einschränkung. „Das wird ein schleichender Übergang sein“, sagte Streeck am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung Markus Lanz. Es werde nicht den einen Tag der Befreiung von dem Virus geben. Streeck sagte für das Frühjahr einen Abfall der Infektionszahlen voraus. „Dann beginnt die harte Arbeit“, betonte der Virologe.

Corona/Omikron: Kommt die allgemein Impfpflicht? Für Streeck „ein bisschen fehl am Platze“

Das Gesundheitssystem müsse krisenfester gemacht und die Impfkampagne fortgeführt werden. Dann gebe es möglicherweise einen angepassten Impfstoff. Streeck bezeichnete die Debatte über eine allgemeine Impfpflicht als „ein bisschen fehl am Platze“. Er begründete dies unter anderem damit, dass jetzige Impfstoffe bei der Omikron-Variante nur kurz Schutz vor einer Infektion bieten.

Omikron sei Studien zufolge übertragbarer, es gebe aber nicht mehr so viele schwere Verläufe, sagte Streeck. Die Variante dringe auch nicht mehr so gut in die Lunge ein, sondern befalle vor allem die oberen Atemwege. Man werde aber mit einer „enormen Welle“ von Infektionen rechnen müssen, auch bei zweifach Geimpften. So ähnlich äußerte sich in der Vergangenheit auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Streeck warb daher für Auffrischungsimpfungen. Am heutigen Freitag kommt um 13 Uhr die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Pandemie zu beraten. (dpa/mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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