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„Luftreinigungsgeräte kein Ersatz für Lüften“ – NRW-Ministerin bremst Erwartung

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Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, bei einer Pressekonferenz.
NRW-Ministerin Ina Scharrenbach findet, dass an Schulen bereits vieles zur Eindämmung der Corona-Pandemie getan wurde. (Archivbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Bei der Corona-Bekämpfung an Schulen sieht NRW-Ministerin Ina Scharrenbach Luftreinigungsgeräte nicht als beste Lösung. Für sie sei diesbezüglich bereits viel getan worden.

Düsseldorf – Der Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte in Schulen angesichts der Corona-Pandemie ist nach Aussage von NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) „kein Ersatz für das Lüften“ der Räume. „Es gilt unverändert: Das Beste ist das natürliche Lüften. Danach kommen die Raumluft-Technischen Anlagen“, sagte Scharrenbach der Rheinischen Post am Freitag.

Corona-Bekämpfung an NRW-Schulen: Elterninitative fordert Luftfilter in allen Klassenzimmern

Unter anderem hatte eine Elterninitiative Ende Juni mobile Raumluftfilter in jedem Klassenzimmer in Nordrhein-Westfalen gefordert, um in der Pandemie flächendeckend Präsenzunterricht zu sichern. Das NRW-Kommunalministerium solle den Schulträgern für die Anschaffung von mobilen Raumluftgeräten Finanzmittel in ausreichender Höhe unbürokratisch zur Verfügung stellen, forderte sie.

Auch die Landeselternkonferenz hatte im Mai bereits die Rückkehr zum Präsenzunterricht kritisiert, weil es unter anderem auch an Luftfiltern fehle.

Corona an NRW-Schulen: Scharrenbach lobt bisherige Maßnahmen – keine Dringlichkeit für Luftfilter

Der Rheinischen Post sagte Scharrenbach, dass viele Menschen verkennen würden, was in den Schulen in puncto Sicherheit schon alles passiert sei – „das Testen zum Beispiel ist ja jüngst erst ausgebaut worden“. Zudem habe das Schulministerium alle Schulen abgefragt, ob es Lüftungsprobleme gebe. „Die allermeisten haben keine Probleme zurückgemeldet. Schulen sind sichere Orte für unsere Kinder“. In Nordrhein-Westfalen gebe es in den Klassenräumen, in denen nicht ausreichend gelüftet werden könne, Virenfilter. (dpa/lnw)

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