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„War die Hölle“: Kölner Politiker Sven Lehmann mit emotionalem Appell

Erstellt:

Von: Oliver Schmitz

Sven Lehmann (Die Grünen)
Der Kölner Grünen-Politiker Sven Lehmann berichtet am Weltkrebstag von einem schlimmen Leiden. (Archivbild) © Christoph Soeder/dpa

Sven Lehmann hat zum Weltkrebstag einen Einblick in sein Privatleben gegeben. Er beschreibt einen persönlichen Leidensweg.

Köln – Die meisten Politiker und Politikerinnen offenbaren nur wenige Dinge aus ihrem Privatleben. Doch der Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann hat sich aus einem besonderen Anlass nun dafür entschieden. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar erzählt der Grünen-Politiker aus Köln von einem schrecklichen Vorfall und formuliert einen emotionalen Appell.

Sven Lehmann
Geboren/Alter4. Dezember 1979 (Alter 42 Jahre), Troisdorf
ParteiBündnis 90/Die Grünen
Beruf/AmtMitglied des Deutschen Bundestages (seit 2021)
Vorheriges AmtMitglied des Deutschen Bundestages (2017–2021)
Ausbildung/StudiumPolitischen Wissenschaften, Romanistik und Pädagogik an der Universität zu Köln (1999 bis 2006)

Sven Lehmann mit privaten Details zum Weltkrebstag – beschreibt Leidensweg

Als erster Queer-Beauftragter der Bundesregierung weiß Sven Lehmann sicherlich mit sensiblen Themen umzugehen. Das zeigt er nun auch im Zuge des Weltkrebstages. Diesen nimmt er zum Anlass, um über die Krebserkrankung seines Vaters zu berichten. Dieser Leidensweg sei laut dem Kölner Politiker „die Hölle“ gewesen – sowohl für ihn selbst als auch die ganze Familie. Unter anderem auch deshalb weil Lehmanns Vater den Kampf gegen den Krebs letztlich verlor und starb.

Der Grünen-Politiker richtet deshalb eine Bitte an seiner Twitter-Followerschaft. Alle Menschen sollen regelmäßig zur Krebs-Vorsorge gehen, da diese ein Leid wie das seines Vaters verhindern könnten. Denn Sven Lehmann weist darauf hin: Diese werden von den Krankenkassen bezahlt.

Auch Lehmanns rheinische Grünen-Kollegin Nyke Slawik nutzt den Weltkrebstag, um von einer noch persönlicheren Krebserkrankung zu berichten. „Als Kind litt ich an einer schweren Tumorerkrankung. Dass ich heute noch lebe, habe ich der modernen Medizin und Wissenschaft zu verdanken“, schreibt die Bundestagsabgeordnete aus Leverkusen in einem Twitter-Post. Neben einem Dank sendet sie anschließen auch eine klare Botschaft: „Schwubler*innen & Verschwörungstheorien dagegen kosten Menschenleben“.

Appell von Sven Lehmann: Darum geht es am Weltkrebstag – Bewusstsein steigt, Vorsorge sinkt

Am Weltkrebstag geht es darum, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen in die Öffentlichkeit zu bringen und somit ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen. So soll man sich frühestmöglich über die Optionen der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung informieren. Der Tag findet jedes Jahr am 4. Februar statt.

Die Appelle der beiden Kölner Bundestagsabgeordneten sind offenbar auch nicht grundlos. Denn im Zuge des diesjährigen Weltkrebstages hat der Versicherungsmanager „Clark“ gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov eine repräsentative Umfrage zum Thema Krebserkrankung durchgeführt. Dabei kam heraus, dass zwar das Risikobewusstsein für die Krebserkrankung deutlich anstieg, jedoch mehr erwachsene Menschen gar keine Vorsorge durchführen. Während 2021 noch 28 Prozent nichts unternahmen, waren es 2022 rund 33 Prozent. Krebs gilt nach Herz-Kreislauferkrankungen als zweithäufigste Todesursache in Deutschland.

Immerhin: In der Gruppe zwischen 18 und 34 Jahren stieg die Krebsvorsorge deutlich an. Rund 24 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und rund 39 Prozent der 25- bis 34-Jährigen nutzen demnach Vorsorgeuntersuchungen. Im Vorjahr waren es bei ersteren noch 18 Prozent und letzteren 31 Prozent. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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