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Thomas Kutschaty – SPD-Landesvorsitzender NRW, Oppositionsführer und Ex-Minister

Erstellt:

Von: Oliver Schmitz

Thomas Kutschaty, Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidaten für die NRW-Landtagswahl, aufgenommen während eines dpa-Interviews in seinem Büro im Landtag.
Thomas Kutschaty möchte der neue Ministerpräsident von NRW werden. © Rolf Vennenbernd/dpa

Thomas Kutschaty gehört zu den wichtigsten SPD-Politikern in Nordrhein-Westfalen. Er ist Partei- und Fraktionschef sowie Spitzenkandidat für die NRW-Landtagswahl 2022. Sein Werdegang, Herkunft und Politik-Karriere.

Düsseldorf/Essen – Seit über 35 Jahren ist Thomas Kutschaty für die SPD in Nordrhein-Westfalen aktiv. Zuerst ehrenamtlich und später hauptberuflich – sei es als Abgeordneter im nordrhein-westfälischen Landtag oder zeitweilig als Minister in der NRW-Landesregierung. Nun strebt er als SPD-Spitzenkandidat für die NRW-Landtagswahl 2022 den Posten des Ministerpräsidenten an. Alles was man zu dem Politiker, Juristen und Vater aus Essen wissen muss.

Thomas Kutschaty
Geboren/Alter12. Juni 1968 (53 Jahre), Essen
ParteiSozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
BerufNRW-Landtagsabgeordneter, vorher: Rechtsanwalt
Vorheriges AmtJustizminister von Nordrhein-Westfalen (2010–2017)
AusbildungRuhr-Universität Bochum (1989–1994), Gymnasium Borbeck (1987)

Herkunft Thomas Kutschaty: Aus Essen in den NRW-Landtag – vom Juristen zum SPD-Vollblutpolitiker

Thomas Kutschaty ist am 12. Juni 1968 im Essener Norden geboren. Er stammt aus einer Eisenbahner-Familie und machte 1987 am Gymnasium Borbeck als erster ein Abitur. Nach dem Zivildienst begann er 1989 sein Studium der Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum, welches er 1997 mit dem zweiten Staatsexamen abschloss. Anschließend arbeitete der SPD-Politiker Kutschaty von 1997 bis 2010 als Rechtsanwalt.

Mit 18 Jahren ist Thomas Kutschaty in die SPD eingetreten. Schnell erhielt er Verantwortung innerhalb seines Ortsvereins in Essen-Borbeck. 1987 war er dort zuerst Sprecher der Jungsozialisten („Jusos“), anschließend wurde er in den lokalen Vorstand berufen, in dem er seitdem tätig ist. Von 1994 bis 2016 war er sogar Vorsitzender des Ortsvereins. Im Jahr 1999 bekam Kutschaty das erste Mal größere politische Verantwortung, als er Mitglied im Stadtrat Essen wurde.

Thomas Kutschaty, Landesvorsitzender der NRW-SPD.
SPD-Politiker Thomas Kutschaty ist nur noch selten ohne Bart zu sehen. © Jonas Güttler/dpa

Thomas Kutschaty Lebenslauf: Seit 2005 im Wahlkreis 65 erfolgreich – zukünftiger NRW-Ministerpräsident?

In der Landespolitik trat Thomas Kutschaty vor allem ab 2005 in Erscheinung. Damals gewann er das Direktmandat für den NRW-Landtag im Wahlkreis 65 (Essen I – Mülheim II), welches 2010, 2012 und 2017 immer wieder bestätigt wurde. Seitdem ist er vor allem in der Landeshauptstadt Düsseldorf politisch aktiv. Konkret im Innenausschuss, Rechtsausschuss und dem Kontrollgremium des Landtags.

Seinen bisherigen politischen Höhepunkt erlebte er von 2010 bis 2017 als Justizminister des Landes NRW, jeweils im Kabinett der damaligen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. In der aktuellen Legislaturperiode wurde er 2018 von der SPD zuerst zum Fraktionsvorsitzenden und dann 2021 auch zum Landesvorsitzenden gewählt. Damit ist er derzeit DAS Gesicht der Partei in NRW. Ende 2021 wurde er zum stellvertretender Bundesvorsitzenden der SPD gewählt, womit erstmals ein politisches Amt außerhalb von NRW innehat.

Für die NRW-Landtagswahl 2022 wurde auch von seiner Partei auch zum Spitzenkandidat ernannt, womit er auch das Amt des Ministerpräsidenten anstrebt.

Thomas Kutschaty: Politischer Lebenslauf bei der SPD in NRW – Überblick

SPD-Politiker Thomas Kutschaty: Aktivitäten in Vereinen und Verbänden

Neben seiner Tätigkeit als Politiker ist Thomas Kutschaty Mitglied in mehreren Vereinen und Verbänden. In folgenden soll er besonders engagiert sein:

Thomas Kutschaty Privatleben: Seine Frau Christina Kutschaty arbeitet in Remscheid

Thomas Kutschaty ist verheiratet und hat drei Kinder. Seine Ehefrau Christina Kutschaty arbeitete bis 2018 als Stadtplanerin in Xanten und ging dann in die Stadtentwicklung in Remscheid. Die beiden leben mit der jüngsten Tochter in Essen-Schönebeck. Der SPD-Politiker hat die römisch-katholische Konfession.

Als Oppositionsführer ist Kutschaty naturgemäß einer der größten Kritiker der aktuellen NRW-Landesregierung unter Hendrik Wüst und zuvor Armin Laschet. Dies übt er neben seinen Reden im Landtag auch sehr aktiv auf seinem Twitter-Profil aus. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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