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„Kaum zu ertragen“ – Wüst mit Appell und Lob an NRW wegen Ukraine-Krieg

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Von: Oliver Schmitz

Wüst lobt „beispiellose Welle der Solidarität“
Hendrik Wüst ist bestürzt von den Nachrichten zum Ukraine-Krieg. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Hendrik Wüst hat wegen der Aufnahme der Ukraine-Geflüchteten an die NRW-Bevölkerung appelliert. Der Ministerpräsident verteilte auch viel Lob.

Düsseldorf – Im Zuge des Ukraine-Konflikts sind bereits über 50.000 Menschen nach Deutschland geflohen, viele davon auch nach Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit den Kommunen hat sich die Landesregierung bereits zuvor die Aufnahme der Menschen vorbereitet und einen klaren Plan für Ukraine-Geflüchteten beschlossen. Doch einer der wichtigsten Faktoren sind die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer. Genau an diese richtete Ministerpräsident Hendrik Wüst nun einen eindringlichen Appell, aber auch viel Lob.

Ukraine Flüchtlinge in NRW: Wüst erschüttert von schrecklichen Nachrichten – Lob für Bevölkerung

Wegen des Kriegs erreichen immer mehr Ukraine-Geflüchtete die Kreise und Städte in NRW. Eine Situation, die auch Hendrik Wüst umtreibt. „Die Nachrichten, die wir aus der Ukraine hören, sind kaum zu ertragen“, sagte der Ministerpräsident in einer Video-Ansprache. Dennoch würden sich die Menschen in NRW außerordentlich solidarisch und hilfsbereit zeigen, wofür er Dankbarkeit ausdrückte.

Derzeit seien laut Wüst die Sorgen um Angehörige und Freunde in der Ukraine oder in Russland und um die weitere Entwicklung auch in Europa groß. „Trotz all dieser Sorgen erleben wir derzeit eine beispiellose Welle der Solidarität“, sagte der CDU-Politiker. „Unser Land zeigt sich in diesen Tagen von seiner besten Seite.“ Die Menschen, die aus der Ukraine nach NRW kämen, seien „hier sicher und willkommen“.

Der Regierungschef lobte hauptamtliche wie ehrenamtliche Helferinnen und Helfer: „Sie alle zeigen gerade: Auf uns kann man sich verlassen, auf uns kann man zählen.“ In dem Video, das die Staatskanzlei am Sonntag über soziale Medien veröffentlichte, betonte der Ministerpräsident: „Hunderttausende gingen und gehen überall im Land für den Frieden, für die Solidarität mit der Ukraine auf die Straße“ – wobei er auch auf die Friedensdemo am Rosenmontag in Köln verwies. Überall seien Hilfsprojekte angelaufen. Und: „Viele bereiten sich darauf vor, dass Menschen vor Putins Krieg fliehen und zu uns kommen.“

Flüchtlinge aus Ukraine: Wüst mit großer Bitte an Helfende in NRW

Hendrik Wüst betonte, dass auch die Landesregierung alles dafür tun werde, um die Geflüchteten und die Menschen in der Ukraine zu unterstützen. Zugleich unterstrich Wüst: „Viele Hilfsorganisationen weisen uns darauf hin, dass sie eher Geld- als Sachspenden benötigen, das hilft besser und zielgerichteter.“

Im Zuge des Ukraine-Kriegs engagieren sich viele Menschen nicht nur in NRW, sondern auch vor Ort. So ist ein Kölner in die Ukraine gefahren, um dort Hilfsgüter zu verteilen. So viel verlangt natürlich niemand von jeder Bürgerin oder jedem Bürger. Doch was die Hilfe vor Ort angeht, äußerte Wüst am Ende des Videos einen klaren Appell: „Meine Bitte ist: Tun Sie weiter Gutes. Bewahren Sie sich diese Haltung.“

Ukraine Geflüchtete in NRW: Geld- statt Sachspenden erwünscht

Schon am Samstag hatten Wüst und Innenminister Herbert Reul an die Bürger appelliert, den Menschen in der Ukraine sei am besten mit Geldspenden zu helfen. „Private Autofahrten in die Grenzregionen überlasten die Straßen in Richtung der Ukraine zusehends“, hieß es in ihrer Mitteilung. Viele Sachspenden stapelten sich an den Grenzen, ohne dass sie verteilt werden könnten. Im Innenministerium werde derzeit eine „Besondere Aufbauorganisation“ eingerichtet. Diese solle einen geordneten, fortlaufenden Austausch zwischen der Landesregierung und Hilfsorganisationen gewährleisten.

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