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Ukraine-Krieg: So viele Geflüchtete sind in NRW und so viel Platz gibt es noch

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Menschen liegen in einem Sportkomplex, in dem Geflüchtete untergebracht werden, auf Matratzen.
Die Ukraine-Geflüchteten müssen oftmals in provisorischen Einrichtungen unterkommen. Anders in NRW. (Symbolbild) © Ukrinform/dpa

Im Zuge des Ukraine-Kriegs sind auch in NRW schon etliche Geflüchtete angekommen. Viele von ihnen kommen in Landesunterkünften unter. Doch die Plätze sind begrenzt.

Düsseldorf – Rund 1200 Vetriebene sind seit Beginn der Eskalation des Ukraine-Konflikts in den Landesunterkünften von Nordrhein-Westfalen aufgenommen worden. Das teilte das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration auf dpa-Anfrage in Düsseldorf mit. Derzeit verfügt NRW über 33 Landesunterkünfte mit über 21.000 Plätzen, von denen zurzeit rund 12.000 belegt sind. Dabei folgt man einem klaren Aufnahme-Plan für die Ukraine-Geflüchteten in NRW.

Wie viele Menschen fliehen aus der Ukraine?

Nach aktuellen Zahlen der UN-Flüchtlingshilfsorganisation UNHCR haben inzwischen 1,7 Millionen Menschen die Ukraine verlassen. Die EU rechnet wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine mit bis zu fünf Millionen Kriegsflüchtlingen.

Ukraine-Konflikt: Drei-Punkte-Plan für Flüchtlinge – so soll die Aufnahme in NRW ablaufen

  1. Registrierung: Alle Geflüchtete aus der Ukraine sollen sich bei Ankunft in NRW registrieren. Dies sei laut Wüst die Voraussetzung, dass „praktische Hilfe geleistet werden kann“. So zum Beispiel Schule, Kindergärten, Wohnung oder finanzielle Unterstützung. Die Registrierung wird zentral an einigen Standorten stattfinden, einer soll in Bochum sein.
  2. Hilfe der Bevölkerung in NRW: Alle hilfsbereiten Menschen in NRW werden gebeten, möglichst Geldspenden bei der „bekannten Hilfsorganisationen“ abzugeben. Geld würde derzeit mehr helfen als Sachspenden.
  3. Weiteres Treffen geplant: In der kommenden Woche wird es ein weiteres Treffen zwischen der NRW-Landesregierung und den kommunalen Spitzenvertretern geben.

Ukraine-Konflikt: Stamp warnt vor Destabilisierung Europas – Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge in NRW

„Putins Terror zielt auch darauf ab, mit der Vertreibung von Millionen Menschen Europa zu destabilisieren“, sagte Flüchtlingsminister Joachim Stamp. „Mit einer weltweiten Solidarität, mit Mitmenschlichkeit und Aufnahmebereitschaft können wir alle uns dem russischen Diktator entgegenstellen.“

Laut dem FDP-Politiker sei wichtig, dass die Aufnahme und Registrierung der Vertriebenen aus der Ukraine möglichst geordnet ablaufe. Das private Engagement sehr vieler Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit der Aufnahme von Schutzsuchenden aus der Ukraine sei beeindruckend und verdiene große Anerkennung. Auch Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte der NRW-Bevölkerung für die Hilfsbereitschaft gegenüber Ukraine-Geflüchteten ein großes Lob ausgesprochen.

Der Minister hatte am Montag eine Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine am Hauptbahnhof Köln besucht. Flüchtlinge, die in Köln aus dem Zug steigen, können dort Essen und Trinken bekommen und sich aufwärmen.

Ukraine-Konflikt: Flüchtlingen in NRW helfen – das kann man tun

(os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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